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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Optisches Glas: die Schmelze.

Cylinders. In seiner Mitte befindet sich das, die Stelle der Bank anderer »u

Glasöfcn vertretende „Gefäß" 0, an zwei einander gegenüberliegenden Seiten be'

je eine Feuerung, mit ihrem Roste der durch einen unter dem Ofen liegendenKanal mit Luft versorgt wird. Der Ofenzug wird durch, seitlich in der Höhe /r, (F

die Außenmauer durchsetzende, mit den niedrigen, unter einen gemeinsamen Blech- ui

mantel ausmündenden Essen // in Verbindung stehende, Füchse besorgt. Auf demGefäße, von allen Seiten von der Flamme umspielt, steht der gedeckte Hafen A,dessen Halsansatz ä in das einzige Arbeitsloch des Ofens mündet. Der unterdiesem Loche, als Vertreter der an dieser Seite fehlenden Umfassungsmauer, vor-gesetzte Thonkuchen verschließt während der Schmelze das Hafenthor, durch dasder Hafen, wenn erforderlich, aus dem Ofen entfernt werden kann. DieGröße des Ofens richtet sich, selbstverständlich, nach der, der benutzten Häfen, fürdie Bontemps die nachstehenden Außenmaße, als von ihm gewöhnlich benutzte,aufführt:

Höhe.55 om

Oberer Durchmesser . . 70 „

Unterer Durchmesser . . 64 „

Wie die Construetion der Fliutglasöfen eine von der der übrigen Glasöfenwesentlich abweichende, so ist es auch ihr Betrieb, die Schmelze, und zwarweicht diese von dem sonst Ueblichen hauptsächlich darin ab, daß einmal meist nochder Ofen vor der Schmelze jedesmal aufgetcmpert wird, nach derselben mit seinemInhalte vollständig erkaltet, dann, während des Lauterns, das dünnflüssige Glas,wie gleich näher erörtert, behufs Herstellung größtmöglichster Homogenität des mll

Produktes, wiederholt kräftig durchgerührt zu werden Pflegt. — . Th

Sind Ofen und Hafen, jeder für sich, ausgctempcrt, der Hafen in den Ofen ! eise

gebracht, und hierauf letzter auf das erreichbare Temperaturmaximum erhitzt, so -lc

beginnt die Schmelze, indem zunächst eine Portion von 10 bis 15 Brocken,oder sind solche von der dem zu erschmelzenden Glase zu gebender Zusammensetzung der

nicht vorräthig, etwa dasselbe Quantum Gemenge, in den Hafen eingetragen, TH

niedergeschmolzen, und mit der geschmolzenen Masse der Hafen, in oben bereits geb

beschriebener Weise, sorgfältig „eingeglast" wird. Der hierbei mehr oder weniger ang

abgekühlte Ofen wird dann wieder aufgeschirrt und, ist solches geschehen, weiteres Ha

Gemenge in kleinen, 40 bis 50 LZ wiegenden, und etwa alle drei Stunden ein- ! vorgetragenen Portionen, aufgegeben. Nachdem in dieser Weise der Hafen ällmälig veri

seinen vollen Inhalt erhalten, wird, um jede Abkühlung durch zutretende kalte um

Luft zu vermeiden, die Füllöffnung des Halsansatzes mit einem Deckel geschlossen bis

und verschmiert, und im Ofen ein intensives Feuer unterhalten. Nach Verlauf De:

von etwa 30 Stunden kann das Glas dann im Allgemeinen für durchge- der

schmolzen gelten. Man überzeugt sich von seiner Beschaffenheit an einer ge- er >

nommenen Probe, und zeigt diese, daß die Hauptmasse der Gase entwichen und die

keine größere Menge Blasen mehr in der Glasmasse vorhanden, so kann nunmehr der

das erste Umrühren vorbereitet werden, zu dem man sich des von Guinand er- der

fundenen Rührhakens, durch dessen Einrichtung das Glas vor directer Berührung Nei