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Optisches Glas: Crownglns.
Kalkglas zeigte sich nämlich in gedeckten Häfen nur schwer schmelzbar, und ließsich, ohne entglast auszufallen, nur schwer in der für Flintglas üblichen Weisekühlen.
Bereits Guinand hatte sich daher zu helfen gesucht, indem er das schwierigherzustellende gewöhnliche Glas durch ein leichtes alkalireiches Bleiglas ersetzte,und zu diesem Zwecke das nachstehende Gemenge verschmolzt), für das die ausihm berechnete Zusammensetzung des Guinand'schen Crownglascs nebenstehendaufgeführt:
Sand.
100 Thle.
Kieselsäure . . .
. 71-3
Pottasche ....
40 „
Borsäure. . . .
26
Mennige ....
5 „
Bleioxyd ....
. 3-7
Borax (geglüht?) .
5 „
Natron ....Kali .....
. 1-2
ISO Thle.
. 18-2
100-0
Seinem Beispiele folgte Bontemps,
mit einem sehr ähnlichen, nur bor-
säurefreien Gemenge:
Sand.
. 100-0
Glaszusammensetzung:
Pottasche . . . .
43'5
Kieselsäure . .
. 732
Kalisalpeter . . .
1-5
Bleioxyd . . .
. 64
Mennige ....
9-0
Kalk ....
i 0-2
Kohlensaurer Kalk.
0-5
Kali ....
. 20-2
1545
100-0
aus dem er 1643 bis 1646 zu Choisy einCr
nvnglas fabrieirte 2 ),
das im klebrigen
zwar gut, aber ungeachtet es einer Sättigung RO 5 810^ entsprach,
ehr hygroskopisch
war 3). Derartige, einen geringen Bleigehalt ausweisende, Crownglasgemenge wurdendann auch, der Hygroskopicität der aus ihnen gewonnenen Gläser wegen, bald wieder
aufgegeben; und man kehrte, trotz der Fabrikationsschwierigkeiten,
znm Alkalikalk-
glase zurück. Bereits 1846
lieferte Bontemps, neben dem eben besprochenen,
ein bleifreies Crownglas, zu dessen Herstellung er verschmolz:
Sand.
100 Thle.
Glaszusammensetzuug:
Soda.
41-5 „
Kieselsäure . .
. 75-2
Kohlensauren Kalk .
22-5 „
Kalk . . . .
. 9-4
Arsenik.
1-6 „
Natron . . .
. 15-4
165'6 Thle.
100-0
ja, nach allen solchen Abwegen, war er es gerade, der, obwohl er sich anderweitigentschieden dahin ausgesprochen, daß der Kalk der die Entglasung hauptsächlich
t) Stein: Glaöfabrikatien S. 51—: 2 ) Ouiäv <lu vomier: x. 663.—Voems lstzons (^nn. än Oonsoi-v. 2, 1662, x. 552).