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Optisches Glas: Crownglas.
bedingende Bestandtheil der Gläser seN), zu einem kalkreichen, der ursprüng-lichen Crownglascomposition sehr ähnlichen, Gemenge zuerst wieder zurückkehrte,und 1867 erklärte, ohne Zweifel sei das beste bisher fabricirte Crownglas,das, unter allen bekannten Gläsern das wenigst hygroskopische, in dieser Beziehungsogar das Glas der Spiegelfabriken übertreffe, ein aus dem nachstehenden Gemengeerschmolzenes 2 ):
Sand.. tOO'O
Kohlensaures Kali . . . 42-7
Kalisalpeter. 2'2
Zerfallener Kalk .... 21-7
Rechnet man in diesem Gemenge, wie bei den früheren ähnlichen Berech-nungen, das Kalicarbonat zu 90 Proc. kohlensaurem Kali, den zerfallenen Kalkzu 70 Proc. Kalk, so ergicbt sich für dieses „beste Crownglas" eine Zusammen-setzung, die, wie die nachstehende Nebeneinanderstellung zeigt, sehr nahe der, einerhypothetischen Verbindung L0tla0 6 8i02 entspricht:
Aus dem Gemenge berechnet:
tro oaO 6 8102
Kieselsäure . .
. . . 70-4
70-6
Kalk ....
. . . 10-3
11-0
Kali.
. . . 19-3
18-4
100-0
100-0
oder, mit anderen Worten: das beste Crownglas ist guter böhmischer Krystall.
Ein Versuch, den Mass in Clichy gemacht, den Kalk im Crownglase durchZinkoxyd zu ersetzen, lieferte ein Glas, das nach Ludwig 3) bei einem specifischenGewicht — 2'68 die nachstehende Zusammensetzung zeigte, vor gewöhnlichem Al-kälikalkglase aber keine Vorzüge befaß:
Kieselsäure.56-61
Zinkoxyd.13'50
Bleioxyd. 4'11
Kalk. 0'70
Eisen und Manganoxyd .... 0'40
Alkali, Borsäure und Verlust . . 24'68
100-00
Clandet, der das Mass'sche Glas ebenfalls untersuchte, gewann für dieübrigen Bestandtheile den aufgeführten sehr nahe kommende Zahlen, für den letzten,zusammengesetzten Posten der Ludwig scheu Angaben: 6-76 Proc. Borsäure und17-0 Proc. Kali^).
0 Oninxt, rsird. 64 , 228 lPvlytcchn. Oentrolbl. 1867, 449).
2) Ouiels clu vsrrisr, p. 664. — ^ Putschn. Centralbl. 1855, 1466.
ch Lonteinxs: Ouicts, p. 665.