216 Künstliche Steine. Aventurin.
Kupferoxydulverbindung, und zwar dieselbe, die, nach ihm, dem Hämatinon seinerothe Farbe ertheilte. Neue Untersuchungen über diesen Gegenstand haben dieUnhaltbarkeit dieser, dagegen die Richtigkeit der Wöhler'schen Ansicht, erwiesen.Das Nähere hierüber, sowie über Hämatinon und Astralit, weiter unten, bei Be-sprechung des Kupferroths in Bleigläsern.
Ohne von den früheren Arbeiten über diesen Gegenstand Notiz zu nehmen,unternahm Hautefeuille 1861 eine Reihe von Versuchen über die Herstellungdes AventurinsH, und gewann aus den nachstehenden Geniengen Proben, dieseinen eigenen Angaben nach, recht schön ausfielen:
Spiegelglas von St. Gobin . .
I.
2000
II.
III.
1200
Sand.
—
1500
600
Kreide.
—
357
—
Calcinirte Soda..
—
801
650
Pottasche.
—
143
—
Kalisalpeter.
200
200
200
Eisenoxyd.
60
—
—
Kupferschavinen 2 ).
125
125
125
Berechnet man nach diesen, wenig übersichtlichen, Sätzen zunächst die Zu-sammensetzung der aus ihnen zu gewinnenden farblosen Grundmassen für dieAventurinbereitung, und nimmt zu solchem Zwecke die Zusammensetzung desSt. Gobinschen Spiegelglases, entsprechend dem von Pelouze angeführten Mittel ^):
Kieselsäure .... 71'1
Natron.12'4
Kalk.15'5
99'0
sowie Soda und Pottasche 90 Proc. Carbonat enthaltend an, so ergiebt sich für:
I.
11 .
III.
Kieselsäure. . .
. . 68'8
65-1
63-9
Natron. . . .
. . 11-9
18-3
23-2
Kali.
. . 4-5
7'8
4'5
Kalk. . . . -
. . 14-8
8-8
8-3
100-0
100-0
99-9
Die Hautefeuille'sche Grundmasse für Herstellung des Aventurins wäresomit, übereinstimmend mit derjenigen, der früher untersuchten derartigen Gläser,
Wagner's Jahresbericht 7, 296 nach: Lullet, äs In sooiüts ä'suLours.ASmsnt1861, 609. — 2 ) AbMll dem Schlagen von Kupferschaum, die sonst zur Bereitung derKupferbronze dienen. — s) Oomxt. i-snä. (1855), 43, 117.