228 Bouteillenfabrikation.
rung, von derselben nicht angegriffen zu werden. Solche Unangreisbarkeit hängtnun, wie wir gesehen, aufs Innigste mit der Zusammensetzung des Glases zu-sammen, und gilt, wie für andere Gläser, so auch für Bouteillenglas der Satz,daß die Zusammensetzung nichts weniger als glcichgiltig, daher nicht wie solchesnur noch zu häufig geschieht, den Wechselfällen des Zufalls überlassen werdendarf, da Compositionsfehlcr in verderblichster Weise auf das Product einzuwirkennicht ermangeln. Als Beispiele gänzlich verfehlter Zusammensetzung mögen hier2 Flaschengläser dienen, von denen das eine (1) von Psligot untersucht >), aufChampagnerflaschen verarbeitet worden war, sich aber als gänzlich unbrauchbarerwies, da in wenigen Tagen der Wein in ihm verdarb, und es, bei einem gelegentlichenVersuche, schon von vicrproccntigcr Schwefelsäure dermaßen angegriffen wurde, daßsich die Flasche in ihrem Inneren, in Zeit von 24 Stunden, mit einer dickenGypsschicht überzog, das andere (2) von Warrington analysirtch, ebenfallsbereits durch Wein beim Lagern zersetzt wurde. Die analytisch gefundene Zu-sammensetzung dieser Gläser war:
1.
2.
Kieselsäure .
.... 52-4
49-0«)
Eisenoxydul.
.... 60
10-10
Thonerde. .
.... 5-1
4-10
Kalk . . .
.... 32-1
27-55
Natron . -
.... —
2-00
Kali . . .
.... 4-4
10N-0
7-25
100-00
Wie nachstehende Berechnung erweist, können beide Glaser nur als Silicatcder Sättigung 140,810°, in denen Thon gelöst worden, aufgefaßt werden, und istdadurch ihr Verhalten gegen Säuren vollständig erklärt. Es bedürfen nämlich dieausgeführten Mengen der Basen in den vorliegenden Fällen für:
1 .
5-1 Proc. ri1°0» -si. p. o Proc. 810? — 11'1 Proc. J1°0-,2 810°
6-0
„ b-eO
-s- 50
810° —
11-0
„ 0,810°
82-1
„ o-.,o
-j- 34-4
810° —
66-5
„ 0-r 0,810°
4-4
„ «0
Z- 2-8
77
810- —
7'2
„ L 0,810°
in' Summa 48-2 Proc. 810°
Gefunden 54 4 Proc. Kieselsäure
rinn. ein Oonssrv. 2, 458. — ch Eodniami's Journal 36 (1845) 37.