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Bouteillenfabrikation. 243
ablaufen, und umschlingt mit dem in dieser Weise gebildeten Glasfaden den Halsder Flasche, nahe unter dem Schnitte, ein oder ein paar Male, wodurch dieFlasche in durch die Fig. 77 a wiedcrgegebcucr Form, vollendet ist, undnunmehr in den Kühlofcn gebracht werden kann, in dem sie der hier be-schäftigte Arbeiter, der „Kühlofcnpflcger", durch einen leichten, kurzen, auf dasHefteiscn geführten Schlag von letzterem ablöst. Während der Ausarbeitungerhitzt sich die Pfeife stark, und würde bald eine Temperatur erreichen, die ihreManipulation unmöglich machte. Um dem entgegenzuarbeiten, hat, wie das ausder Seite 240 gegebenen Ofcnabbildung ersichtlich, jeder Arbeiter auf seinemPlatze einen kleinen, mit Wasser gefüllten, Behälter zu seiner Disposition, den„Lösch trog" ra, auf dessen einer Wand eine eiserne Gabel a angebracht ist. Aufdiese Gabel wird die Pfeife, deren Holzmnff der betreffende Arbeiter in der Rechtenbehält, derartig aufgestützt, daß das Rohr horizontal über dem Löschtrog, derPfeifcnknvpf und daS Glas jenseits der Gabel zu liegen kommt, und in dieserLage die Pfeife dann durch Wasseraufschöpfcn mit der linken Hand gekühlt.
In der vorstehend beschriebenen, ältesten und primitivsten Art des Ans-arbeitens der Flasche, sind in neuerer Zeit mehrfache Verbesserungen aufgekommen,Fig. 78 . und mehr oder weniger allgemein ein-
geführt worden, Verbesserungen, dieeinerseits accuratere und elegantereFormung, andererseits leichtere undraschere Ausarbeitung befördern.
Dem zunächst verfolgten Zwecke,Flaschen von gleicher Höhe zu liefern,dient bereits seit langer Zeit ein Maß-instrnment, unter dem öl amen des„Walzcnkandcls" bekannt, desseneinfache Einrichtung Fig. 78 zeigt. In die Rinne a wird die, noch an derPfeife haftende Flasche gebracht, mit ihrem Boden gegen die Fläche b ange-drückt, und dann der die Halsöffnnng ergebende Schnitt über der vorderenKante des Kandels geführt. Um die Flasche dann am Hefteiscn wieder aufnehmenzu können, muß sie selbstverständlich auf dem Walzenkcmdel umgelegt werden, soFiq. 79. daß nunmehr die Halsöffnnng gegen b zu liegen kommt. Mehr-fach wird indeß, an Stelle des schweren und einen besonderenPlatz beanspruchenden, Walzenkandels auch nur ein mit ange-bogenem unter den Flaschenbodcn greifenden Winkel versehenesMaß benutzt.
Wird durch die Behandlung auf dem Walzcnkandcl gleich-mäßige Höhe der Flaschen bezweckt, so dient ein anderes Instru-ment, der „Einstich", dessen Einrichtung die beistehcndc Fig.79zeigt, dazu, eine gleichmäßige Einstülpung des Bodens, deren Tiefedurch den, mittelst Schraubcngcwindes verstellbaren, breiten Ring bbestimmt ist, herzustellen, und gleichzeitig einen möglichst ebenenBodenkranz, durch die beim Einstülpen gegen letzteren angedrückte Platte «, zugewinnen. Die mittelst Einstich hergestellten eingestülpten Böden besitzen in ihrer
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