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S.
Febr.
Weißhohlglas: Ausarbeitung.
blaut i) wieder ein etwa eine Minute dauerndes Einleiten von Lust, oder eineranderen Gasart, durch ein, an seinem unteren Ende mit einer Brause versehenes Platin-rohr, recommandirt hat. Selbstverständlich ist bei Anwendung feuchter Gegenständezum Blasen größte Vorsicht erforderlich, da, wie bereits erwähnt, beim Zusammen-kommen von weißglühender Galle und Wasser heftige Explosionen vorkommen können.
Ist das Glas geschmolzen, in alter Zeit auch wohl noch in Wasser aus-geschöpft und umgeschmolzen, geläutert und hierauf bis zu dem für die Ausarbeitunggeeigneten Zähigkeitsgrade abgekühlt, so beginnt auch die Becherglasausarbeitungmit dem Abschäumen der Häfen, in denen nieist, um denjenigen Raum der Glas-oberfläche, von dem das zu bildende Material geschöpft wird, rein zu erhalten,je ein „Ring" schwimmt. In die hierauf folgende Bearbeitung der bildsamenMasse theilen sich, sobald Gegenstände irgend complicirtercr Form aus freier Handhergestellt werden sollen, meist drei Arbeiter, der Meister oder „Fertigmacher"(ouvrsnr), der „Borbläser" (äsnxisms sorMsur) und der „Anfänger" (prsmisrsautllsur), denen ein Gehilfe (Aranä Ag-min) zur Seite steht, welcher häufignoch von einem Jungen (xstib Zamin), dem vornehmlich das Anwärmen undReinigen der Pfeifen und Hefteisen zufällt, unterstützt wird. Von diesen Arbeiternnimmt der Anfänger das erforderliche Glasquantum an der Pfeife auf, marbelt,und bläst es zum Külbchcn auf, der Vorbläser übernimmt dann das angefangeneArbeitsstück, und ertheilt ihm die erste Form, der Fertigmacher endlich, vollendetletztere, soweit ihre Ausbildung auf Bearbeitung des zähen Glases beruht.
liebersieht man die Mannigfaltigkeit der Bildungen, die unter der Handeines geschickten Meisters aus den Elementen der Blase und des Stabes hervor-gehen, so überrascht das sehr beschränkte Werkzeug, das zu ihrer Ausarbeitung inAnwendung kommt, mit Recht. Die Pfeife, ein paar Hefteiscn, ein paar federndeZangen, eine starke Scheere (ksrs) von der Form der gewöhnlichen Schafscheere,deren breite Schneiden durch ein federndes Mittelstück fest verbunden sind, und durchletzteres auseinandergehalten werden, die „Zwinkerscheere" (Fig. 90), eine kleineHandscheere (oissaux), wie sie in der Abbildung Fig. 92 an einem Nagel hängt,ein paar ebenfalls federnde D-förmige „Auftreibeeisen" mit eisernen oder hölzernenFig. 91. Enden (lsrs L larnss äs bois) ein spatelförmiges „Plätt-eisen" (xalstts) (Fig. 91) und einige Zirkel, das ist Alles,was wir auf dem Arbeitsplätze des Becherglasbläsers, dem„Glasmacherstuhl" (lmnv) (Fig. 92 a. f. S.), auf demder Fertigmacher sitzend, und die Pfeife über die vorstehen-den Führungsarme hinrollend, seine Arbeit verrichtet, anWerkzeug vorfinden.
Der alte, angeblich schon den Phöniciern bekannte 2 ),Glasmacherstuhl hat sich bis in die neueste Zeit so gut wieunverändert erhalten, in den letzten Jahren ist eine Ver-vollkommnung desselben von Collignon und Clavon zuTrelon bei Avesnes eingeführt worden ^) die in einer mecha-
1) Polytechn. Centralbl. 1857, S. 1008, nach Rsx. ok xatsnt - invsnt. 1857, Juni.
2 ) Stein: Glassabrikation, S. 122. — ch Polptechn. Centralbl. 1870, S. 904;»ach 6snis inäustrist, 1870, Januar.
Fig. 90.