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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Weißhohlglas: Kühlung.

nachstehende Fig. 103 zeigt ft, neuerdings auch auf Hütten, die Kalkalkaliglasproducircn, immer allgemeinere Einführung. Auf der ebenen Sohle des tiefen,

Fig. 103.

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niedrigen, mit zwei seitlichen Feuerungen versehenen Flammofens, dessen Vorder-wand fehlt, und durch ein paar große eiserne Thorflügel, oder sich in Falzen hebenlassende schicberartige Platten, die ihrerseits wieder ein paar kleine Eintragthürenhaben, ersetzt ist, ziehen sich ein paar Schienengleise hin, auf denen niedrige eiserneWagen hin und her geschoben werden können. Ein Paar solcher Wagen wirdnun zunächst auf die Schienen, dicht vor die Eintragthüren, gebracht, wie das dierechte Seite der Figur, bei der der eine Thorflügel weggelassen, zeigt, und aufihrer Plattform werden die zu kühlenden Objecte aufgestellt. Ist der Wagengefüllt, so wird er tiefer in den Ofen hineingeschobcn, durch die geöffnete Thür,oder unter dem gehobenen Schieber hindurch, ein anderer an seine Stelle gebracht,und in dieser Weise fortgefahren, bis kein weiterer Kühlwagen im Ofen mehrPlatz findet. Dann werden alle Ocffnnngen des Kühlofens dicht verschmiert, derOfen sich selbst überlassen, und erst nach Verlauf von ein- bis zweimal 24 Stunden,mit dem ganz allmäligen Ocffnen desselben begonnen.

Geformt und gekühlt muß das Hohlglas, bevor es in den Handel gebrachtwerden kann, fast durchgängig noch einer weiteren Bearbeitung, dem Schliff(taills, ZrinäinK) unterworfen werden, bestehe dieser auch nur im Abschleifen derNäbel, oder Einschlafen der Stöpsel in den Flaschenhals. Diese mechanischeBearbeitung, die auf den Hohlglashütten ein zahlreiches Personal beschäftigt, zerfällt,bei vollständiger Durchführung, in drei gesonderte Operationen: dasRauh-schleifen" (sliauolis, cioKrossisaAs),Klarschleifen" (äouoi), und dasPoliren" (xoii), von denen indeß, bei ordinärer Waare, meist nur die erste inAusübung kommt. Alle drei Operationen geschehen auf Scheiben, die auf einerrotirenden Achse befestigt, früher durch den Schleifer selbst, wie der Stein desScherenschleifers, mit dem Fuße getrieben, z. Z. meist durch mechanische Kraftbewegt, sich vor dem Arbeiter mit bedeutender Geschwindigkeit umdrehen. Für

Lontsmxs: Kuiäs äa vsrrisr, x. 574.