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Weißhohlglas: Barytgläser.
Zusammensetzung:
Specif.
Gewicht
Kieselsäure
Baryt
Natron
Kali
Thonerde-s-Eisenoryd
Schwefel-
säure
1 . °
55-65
30-69
12-16
-
1-50
—
2.
2'96l
56-96
27-29
12-12
—
2-89
074
3.
2921
56-50
28-56
—
12-77
2-10
015
4.
2-919
58-00
29-21
—
10-83
1-72
0-24
5.
3016
57-31
32-65
759
—
1-55
0-90
Die vorstehend angeführten Alkali-Barytgläser theilen mit dem Bleikrystallwie manche andere, so auch die Eigenschaft, weicher, leichter ritzbar, wie die analogzusammengesetzten Alkali-Kalkgläser zu sein. Härtere, dabei dann auch schwererschmelzbare Gläser, dem später zu besprechenden sogenannten „Halbkrystall" ent-sprechend, und in ihrer Zusammensetzung nahezu einer Verbindung ibiuO, 13aO,Oa0,9 8102 gleichkommend, gewann ich aus den nachstehenden Gemengen i):
Sand
kohlens. Kalk
Schwerspats»
Glaubersalz
Kohl,
1 .
100
18-5
43-0
22-5
4-5
2.
100
18-5
42-5
28-0
5-3
welche Gläser lieferten, deren: »
Procentzusammensctzung:
Specif.
Gewicht
Kieselsäure
Kalk
Baryt
Natron
Thonerde si-Eisenoryd
Schwefel-
säure
1. 2-780
65-94
6-39
18-15
6-49
2-34
069
2. 2-763
65-14
5-29
17-18
9-37
2-57
0-45
Ueberzeugt bin ich, auf Grundlage der Ergebnisse der angezogenen Versuche,daß sich mit der Zeit der Baryt, dessen kohlensaures Salz ohne Weiteres fürdas von mir benutzte schwefelsaure nach Äquivalenten im Gemenge substituirt ^
werden kann, sich in der Glasindustrie als Flußmittel eine feste Teilung erringen i
wird; zur Zeit ist seine Verwendung allerdings nur noch eine sporadische, doch ^
soll auf einigen englischen Hütten das kohlensaure Salz bereits zu den regelmäßig !
verwandten Flußmitteln zählen. !
Getrübtes und farbiges Alkali - Kalkglas.
Sowohl getrübtes als farbiges Hohlglas ist neuerdings in den meisten Fäl-len Bleiglas, da in diesem die Färbungen fast durchgängig glänzender ausfallen;unter den hier zu besprechenden Kalkgläsern spielen die weißen, durchscheinen-den bis ganz undurchsichtigen, die, je nach dem Maße der Trübung, als Alabaster-glas und Reisglas, sowie als Milch- oder Beinglas bezeichnet zu werden pflegen,
si Polytechn. Centralblatt 1872, S. 594.