Alabaster- und Milchglas. 277
nachstehenden, die in ihrer Mannigfaltigkeit sich nicht auf einen mittleren Gehaltan einem der Trübungsmittel zurückführen lassen:
Bleifreie Milchglascompositionen:nach Stein: nach Flamm:
1.
2.
1.
2.
Sand.
100
100
100
100
Gelöschter Kalk . .
16
—
2
13
Knochenasche . . .
6
30
36
—
Zinnoxyd ....
—
—
—
1
Pottasche ....
—
23
44
38
Soda.
45
15
—
—
Borax.
—
12 Salpeter
—
1
Kochsalz.
—
—
5'5
1
Arsenik.
3
15
0-7
0
Glasbrocken . . .
—
—
50
—
Ist der Phosphatgehalt solcher Gläser kein sehr hoher, so erscheinen sie, inflüssigem Zustande, ja bei geringem Phosphatgehaltc sogar nach rascher Abkühlung,durchsichtig oder nur opalisirend, und tritt das Opakwerden, wie das bereitsKunckel anführte, erst beim Wiederauwärmen ein. — Geschmolzen und ausge-arbeitet wird das bleifreie Beinglas wie gewöhnliches Hohlglas.
Im letzten Jahrzehnt ist, wie das schon bei Besprechung der Schmelzmaterialienkurz erwähnt worden, den durch Phosphat oder Zinnoxyd getrübten Gläsern indem sogenannten Kryolithglase, das im Großen zuerst von der „^insrioanbot oast poroolain in Pittsburg auf den Markt gebracht wurde,
und sich in jeder Beziehung recht brauchbar erwiesen hat, ein gefährlicher Con-current erwachsen. In solchem Glase, von Williams (I.) und von mir (II.)untersucht, wurden gefunden:
I.
II.
Kieselsäure.
63-84
67-07
Eisenoxyd.
1-50
1-02
Manganoxyd . . . .
1-12
1-09
Zinkoxyd. . . . . .
6-99
—
Thonerde.
7-86
10-99
Kalk.
1-86
Spuren
Magnesia.
0-25
—
Natron.
10-51
19-83
Fluor.
8-05
—
101-98
Ab, Sauerstoff dem
Fluor entsprechend .
3-39
—
98-59
100-00
Williams' Ergebnissen nach, wäre das in die Häfen eintragene Gemengeabgesehen von Braunstein, etwa das folgende gewesen: