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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Gelb als Lasur.

oberflächlich gelb zu färbende Object aufgetragen, oder, bei ebenen Flüchen, durchAufgießen und Neigen der zu überziehenden Platte nach verschiedenen Seiten hin,über ihre Oberfläche gleichmäßig vertheilt. Sollte, in besonderen Fällen, eswünschenswerth erscheinen, dem Thon ein Bindemittel zuzusetzen, so kann demdünnen Brei, unbeschadet seiner Wirkung, eine kleine Quantität Zucker oderGummi zugefügt werden; anderweitige Versätze, wie Eisenoxyd, Schwefelantimon rc.,die unter Anderen auch von Bontemps in seine Vorschriften aufgenommen, sindvöllig unnütz, da wirkungslose Beigaben. — Ist der Thon-Silber-Ueberzug des ,Glases vollkommen trocken geworden, so erfolgt die Entwickelung der Farbe in derMuffet, und ist bei dieser vor allem Anderen auf das Einhalten der richtigenTemperaturhöhe, die, da das Glas nicht bis zum Erweichen erhitzt werden darf,weil sonst der Thon anbacken würde, für verschiedene Gläser eine verschiedene, zuachten. Für Tafelglas kann an Stelle eines eigenen Muffelofens zum Einbrennender Lasur mit Vortheil der Streckofen benutzt werden. Ist die Farbe entwickelt,so wird das Glas langsam abgekühlt, und dann der lose auf demselben ruhendeThon abgebürstet, resp. abgewaschen. Da derselbe noch bedeutende QuantitätenSilber beigemengt enthält, kann er mit Vortheil für neu anzufertigenden Deckgrundunter Silberznsatz wieder benutzt werden, für sich allein verwandt, giebt er meisteine nur sehr blasse Färbung.

Wie erwähnt, kann, behufs Verstärkung der Färbung, das Lasiren wiederholtwerden, doch wird hierbei die Farbe leicht trübe und opalisirend. Um letzteres zuvermeiden, und doch ein tiefes Rothorange herstellen zu können, ertheilt man demTafelglase die zweite Lasur auf der entgegengesetzten Oberfläche. Keiner besonderenErwähnung bedarf es wohl, daß man beim Lasiren, dadurch, daß man nur einen 'Theil der Glasoberfläche mit dem Silber-Thon-Gemenge bedeckt, daher nur diesenfärbt, gemustertes Glas herzustellen im Stande ist.

Das schwarze Glas, oder vielmehr das in einer unbestimmten Mischfarbetief dunkel gefärbte, wie solches gelegentlich zu Platten, Knöpfen und billigemTraucrschmucke benutzt wird, ist meist Bleiglas, es wird auf dasselbe daher bei ^Besprechung des gefärbten Bleikrystalls zurückzukommen sein, dort auch der Com-position des für Schutzbrillen vielfach benutzten neutralen grauen Glases Erwäh-nung geschehen. Herstellbar sind indeß solche Schmelzproducle, von dem Schwarzsich nähernder Färbung, auch in Alkalikalksilicaten und wird ihr dunkeler Tonmeist durch gleichzeitige Anwendung großer Quantitäten von Eisenoxydnl, Mangan,Kupferoxyd und Kobalt hervorgerufen, neuerdings auch wohl mit Vortheil anStelle des Braunsteins, der beständigeren Färbung wegen, Nickeloxyd den betreffendenGemengen zugesetzt. Für in dieser Weise herzustellende bleisreie, schwarze Gläser,verschiedenen Tons, empfiehlt Flamm i) die nachstehenden Sätze:

*) Vorrisr än XIX. sisols, x. 392.