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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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291
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Gelb als Lasur. 291

sität hervor, und es eigne sich für solchen Zweck namentlich ein Glas, für dessenHerstellung der nachstehende Satz zur Verwendung gekommen *):

Sand.100

Glaubersalz (calcin.)... 34

Kohle. 15

Pottasche .. 7

Pfeifcnthon. 10

Kochsalz. 14

Kreide. 40

Eisenoxyd. 0'3

In directem Widersprüche hiermit, behauptet Ebcll, die Natur des ver-wandten Glases sei für Hervorbriugung der Farbe von keinem Einflüsse, siegelinge auf Tafelglas, Spiegelglas, böhmischem und Blei-Krystall, und schienennur besonders strengflüssige Gläser, wenigstens bei der Temperatur der von ihmbenutzten Muffel, eine Ausnahme zu machen. Wenn nun auch, wie das aus denvon Ebell aufgeführten Versuchen hervorgeht, alle die verschiedenen von ihmbenutzten Gläser gelb gefärbt werden konnten, so sind andererseits seine Ergebnissekein Beweis dafür, daß sich nicht die eine Glassorte leichter und intensiver, als dieandere färben lasse.

Von wesentlichem Einflüsse auf die Intensität der Färbung sind nach Ebelleincrseitsi innige Berührung des Silbers (resp. Silberpräparats) mit dem Glase,und daher die Beschaffenheit der Glasoberfläche, die, je ebener und glatter, um sogleichmäßigere und schönere Färbung zu Stande kommen läßt, andererseits: dieTemperatur, bei der die Einwirkung des Silbers auf das Glas, ein sich Hinein-ziehen des Metalls in die Oberfläche des sich färbenden Objectes, erfolgt.

Nach einmaligem Lasiren, in der einen oder anderen Art, erscheint die Färbung,bei Betrachtung der Schnittfläche des gelben Glases mit unbewaffnctemAuge, alseine rein oberflächliche, ohne wahrnehmbare Dicke, läßt aber, unter geeigneter Ver-größerung, hier schon ein Eingcdrungensein der Farbe bis zu einer gewissen Tiefeerkennen; wird das Lasiren (beiläufig bemerkt ein, wie ersichtlich, nicht glücklich ausanderen Gewerben übernommener Ausdruck) an ein und demselben Stück mehr-mals wiederholt, so dringt das Gelb tiefer in die Glasmasse ein, die gefärbte Schichtnimmt eine auch bereits mit unbewaffnetcm Auge erkennbare Stärke an, undgleicht dann das lasirte Glas, auf dem Schnitte besehen, dem farbig überfangeneu.

Was die Technik des Lasirens betrifft, so ist dieselbe eine höchst einfache.Aus dem zu benutzenden Silberpräparate und einem neutralen Versätze (Pseifen-thon, Eisenoxyd rc.) bereitet man sich ein inniges Gemenge, das etwa 10 Proc.der gewählten Silberverbindung, Silberoxyd, Chlorsilber, oder, fein zertheiltesmetallisches Silber, enthält. Dieses Gemenge wird mit größtmöglicher Sorgfaltfein zerrieben mit Wasser zu einem dünnen Brei angemacht, und letzterer, je nachder Form der zu lasirenden Oberfläche, entweder mit einem weichen Pinsel auf das

y Ouiüs än veriosr, x. 358.

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