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Kupferrubin.
lüno^vlopsäis xnr orärs äs inatisrss nach Fontanieu. Auch Allut, derVerfasser des betreffenden Artikels der genannten Encyclopädie meint, es scheine,daß das Kupfer dem Glase in unvollständig oxydirtem Zustande eine mehr oderweniger durchsichtige rothe, nach vollständiger Calcination dagegen, eine grüneFarbe ertheile. Loysel kennt das Kupferroth nicht mehr, und auch in derPraxis der Hütten scheint das Verfahren der Herstellung mit Kupfer gefärbtenUebcrfangglases im vorigen Jahrhundert so gut wie verloren gegangen zu sein.Man hielt, wie es scheint, alles rothe Glas für mit Gold gefärbt, sandtedoch, zur Zeit der ersten französischen Revolution, der National-Convcnt rotheScheiben, aus den farbigen Fenstern mittelalterlicher Kirchen, in die PariserMünze, um das Gold aus ihnen wiedergewinnen zu lassen, bis D'Arcet, ziem-lich gleichzeitig mit Klaproth, nachwies, daß das färbende Metall in solchemGlase nicht Gold, sondern Kupfer sei I.
Das Jahr 1826 sah den Kupfcrrübin in Deutschland, wie in Frankreich,von llieucin entdeckt. In Deutschland wurden die zu seiner Herstellung führendenVersuche, auf Veranlassung des „Vereins zur Beförderung des Gcwerbcfleißcsin Preußen", von Engclhardt aufgenommen, in Frankreich, durch einen Preisder Looitztv cl'snoorrragsmsirt veranlaßt, von Bontemps, damals zu Choist-lc-Roy, unabhängig von Engclhardt's Arbeiten, auf der Hütte im Großendurchgeführt.
Engclhardt wies nach 2 ), daß, wenn von älteren Autoren Ruß, Wein-stein und andere, beim Schmelzen desoxhdircnd wirkende Substanzen, dem knpfcr-haltigcn Gemenge zugesetzt worden, solches nur geschehen, um eine Reduction desKupfcroxydes zu bewirken, oder die spätere Oxydation der reducirtcn Kupfer-verbindung zu verhindern. Demselben Zwecke dienten dem schmelzenden Glaseincorporirtcs Zinn und Eiscnoxydul. Bleihaltige Gläser nähmen die rothe Fär-bung leichter an als blcifrcie, und gäbe bei solchen Gemengen ein Zusatz von je2'5 Thln. Kupferhammcrschlag und Zinnoxydul (Zinnkrätze siehe S. 60) auf100 Thle. Gemenge, ein intensives Roth. Bei Sätzen, die keine Mennige ent-hielten, sei man genöthigt, auf 100 Thle. Sand im Gemenge (wohl, den gewöhn-lichen Verhältnissen für Hohlglas entsprechend, — 160 bis 17S Thle. Gemenge)je 4'7 Thle. Kupferoxydul und Zinnoxydul zuzusetzen.
Werden, wie das schonNeri rccommandirt, Zinn, Eisenoxydul und Kupfer-oxydul erst dem läuternden Glase zugesetzt, so genügen, nach Engclhardt, schonweit geringere Quantitäten, als die angeführten, so z. B. auf 100 Thle. Glas-gemenge, das zuerst mit 1'3 Thln. Zinnoxydul und 1'9 Eiscnoxydul versetzt unddurchgcschmolzen, 1'9 Thle. Kupferoxydul. Geht die Farbe bei der Arbeit durch,wird das Glas grün, so kann es durch Reductionsmittel, so durch einen Wein-stcinzusatz, wieder roth erhalten werden. Dem ganz analog, läßt sich ein rotherUebcrfang auch in der Weise herstellen, daß man zunächst mit grünem Kupfer-glase übcrfängt, und dann das Kupferoxyd im Glase durch Anwärmen in rau-chiger Flamme, „Anräuchern" reducirt.
si ksIiZ-ot: ^.nn. ckn Oonssrvat, 2,485. — 2 ) S.409H.,
nach Verhandl. des Vereins zur Beförderung des Gewerbsicißes 1826, S. 15.