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Kupferrubin.
metallischen Kupfer ersetzte ^). Schöne Proben derartiger opakrother Glasflüssehatten auch, und zwar in Mosaiken, einige venetianische Häuser, dag gen in nachArt des malischen Steinschliffes ausgeführten, kleinen Vasen, die kaiserliche Glas-fabrik zu St. Petersburg, auf die Wiener Ausstellung geliefert. Daß Pettcn-kofer aus denn Hämatinou, nach Zusatz von Eisenfeile, Aventurin erhielt, istbereits anderen Orts (S. 215) erwähnt worden.
Was nun den Zustand, in dem sich das Kupfer im Hämatinou, wie imAstralit befindet betrifft, so spricht sich Pettenkofcr dahin aus, die rothe Massein beiden Schmelzproducten, wie auch der färbende Bestandtheil des durchsichtigrothen, mit Kupfer gefärbten, Uebcrfangglascs, sei ein krystallinisch ausgeschiede-nes Knpferorydulsilicat. Solle das diese Verbindung enthaltende Glas nochdurchsichtig bleiben, so dürfe die Menge des Farbstoffs aber höchstens 3 Proc. be-tragen. Für das Hämatinon stimmt auch Schwarz (l.o.) dieser Auffassungnoch bei, die Ausscheidungen im Astralit und Aventurin betreffend, fand er aber,daß durch sie aus einer Höllensteinlösung Silber reducirt abgeschieden werde, underklärt daher diese mit Entschiedenheit für metallisches Kupfer.
Durch die jüngst aus dem technischen Laboratorium des Braunschwcigcr Col-lcgium Carolinum hcrvorgegangcncn, gründlichen und umfassenden Arbeiten P.Ebell's über „den Kupferrubin und die verwandten Gattungen von Glas" 2 ), istdiese Auffassung nicht nur für Astralit und Aventurin von Neuem bestätigt, sondernauch gleichzeitig eonstatirt worden, daß ebenso auch im Hämatinon, und demdurchsichtigen Kupfcrrubin, das rothfärbcnde Kupfer in metallischem Zustandevorhanden.
Auf die Beobachtung hin, daß zu Elcmentaranalyscn benutzte Verbrcnnungs-röhrcn sich, nach beendeter Analyse, bisweilen innerlich leicht roth gefärbt zeigen,versuchte Ebell zunächst solche Rothfärbung willkürlich in der Art des beimSilbergelb üblichen „Lasirens" herzustellen. Er schwenkte Vcrbrcnnnngsröh-ren mit einem mit Wasser angemachten dünnen Brei von Kupferoxyd mit Thonaus, überzog sie hierdurch innerlich mit einer dünnen, lose anhaftenden Schichtvon Kupferoxyd und neutraler Masse, und erhitzte nach dem Trocknen des Ucbcr-zugs die Röhre bis zu beginnendem Erweichen. Eine Rothfärbung war, ob nunLuft, oder reducircndes Gas, während der Erhitzung, durch das Rohr geleitetworden, nicht bemerkbar; wurde aber ein Rohr, durch das, mochte es Kupferoxyd,oder metallisches Kupfer enthalten haben, zuerst Luft geleitet worden, nach Ent-fernung des Deckgrundcs von Neuem stark erhitzt, und nun Wasserstoff durchgc-lcitet, so trat die Rothfärbung deutlich hervor. Es war somit beim ersten Glü-hen Kupferoxyd von dem Glase aufgenommen worden, das, in der zweiten Pe-riode, durch den Wasserstoff reducirt, jetzt roth färbte.
Bei einer Reihe von Schmelzvcrsuchen, die nun angestellt wurden, um aus-gesprochenere Resultate zu gewinnen, benutzte Ebell, mit kleinen Portionen imWindofen des Laboratoriums, oder einem Zngofen, arbeitend, als die farbloseGrundmasse lieferndes Gemenge, ein nach dem folgenden Satz bereitetes:
si Dingler's Journal 186 (1867), 28. — 2 ) Dingler's Journal I18 (1871),53, 131, 212, 321.