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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Decorativc Glasmalerei.

Bei der großen Aufnahmefähigkeit dieser Flüsse für färbende'Mctalloxydc,ist es nicht erforderlich, dieselben, wie das ältere Vorschriften meist anordnen, undes auch Bontemps mit feinen Farben noch thut, nach Zusatz der Oxyde noch-mals mnzuschmclzcn. Es werden die Gemische von Oxyd und Fluß, in feinstgepulvertem Zustande, dircct mit etwas verdicktem Terpentinöl angerieben,und mit dem Pinsel auf die zu bemalende Fläche aufgetragen.

Als färbenden Zusatz für Schwarz und Grau rccommandirt Salvvtat,dessen Vorschriften sich durch Einfachheit der Zusammenstellung vor den meistenanderen Vortheilhaft auszeichnen, eine Verbindung von Eisenoxyd mit Kobaltoxyd,der Zusammensetzung b^O^OoO, die, nach ihm, gewonnen wird, indem man38 § Kobaltoxyd und 56 A metallisches Eisen getrennt in Salzsäure löst, dieLösungen vereinigt, aus ihnen die Metalloxyde als Carbonatc mit kohlensauremNatron fällt, und auswäscht, bis alles Eisenoxydul in das gelbbraune Oxydhydratübergegangen ist. Die ausgewaschenen Hydrate werden getrocknet, mit demdoppelten Gewichte Kochsalz (wahrscheinlich um ein Zusammenbacken zN verhindern)zusammcngcricben, und auf dunkle Rothgluth erhitzt, dann von Neuem rein aus-gewaschen, stark geglüht und hierauf feinst zerrieben. Für normale Tiefe desTons werden von diesem Oxydgemcnge, wie von den im Folgenden noch zubesprechenden färbenden Zusätzen, von Salvstat 10 Thle. Oxyd mit 25 Thln.Fluß innig vermengt. Dünn aufgetragen giebt die in vorstehender Weise berei-tete schwarze Glasfarbe die grauen Töne.

Der Hauptbcstandtheil der verschiedenen Grüne ist das Chromoxyd, undzwar aus dein sauren chromsaurcn Kali in der Art gewonnenes, daß man einGemenge diesen Salzes mit der Hälfte seines Gewichtes Schwefelblumcn herstellt,dasselbe entzündet, und, auf Kosten des Sauerstoffs der sich hierbei reducirendenChromsäurc, verbrennen läßt. Aus dem Products der Verbrennung wird dasChromoxyd durch Auswaschcn des löslichen Kalisalzes, in dem es suspendirt, ge-wonnen, und durch Glühen von etwa zurückgebliebenem Schwefel befreit. Esfärbt alsdann schön und lebhaft grün. Für ein gelberes, durchsichtiges Grün,versetzt Salvätat das Chromoxyd mit aus Alaun durch Ammoniak gefülltem,ausgewaschenem und getrocknetem Thonerdehydrat (^0^9110) und zwar indem Verhältnisse gleicher Aequivalcntc beider Oxyde, somit:

Grünes Chromoxyd.76 Thle.

Thonerdehydrat .135

Für Blaugrün endlich, rccommandirt er das geglühte und ausgewascheneGemisch der nachstehenden Oxyde:

1 Acqnivalcnt Chromoxyd .... 76 Thle.

2 Aequivalcntc Kobaltoxyd .... 152

2 Acqnivalcntc Thonerdehydrat . . 270

Die combinirtcn Wirkungen von Eisenoxyd, Zinkoxyd und Kobalt, wieNickcloxyd, ergeben die braunen Töne, von denen die unter Benutzung des, fürsich allein bereits trübe braunroth färbender! Nickels gewonnenen die wärmeren