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Perlenfabrikcition.
zu einem Rohre von entsprechender Länge aus. Die ausgezogenen Röhren werdenauf eine Reihe in der Entfernung von 10 bis 1'5m von einander auf dem Bodendes Corridors liegender kurzer Brettchen oder Holzstäbchen niederlegt (Fig. 109)und nach beendeter Arbeit von einem Arbeiter, dem taAiators, auf Stücke von
Fig. 109.
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circa 1 m Länge zerschnitten, und in Kasten gelegt, um in die Arbeitsräumc dereigentlichen Perlenfabrikation gebracht zu werden.
Ehe die Röhren, in fertige Stickperlen umgewandelt, die Fabrik verlassenkönnen, haben sie hier noch eine mehrfache Bearbeitung zu passiren. Zunächstgehen sie in Frauenhände über, um durch Betasten von den osrnitrioi der Dickedes Rohres nach sortirt zu werden. Die Röhren von gleichem Durchmesserempfangen dann die Perlenschneidcr (taZiislori) um sie in bei der Schmclzen-sabrikation beschriebener Weise in Fragmente von bestimmter, dem Durchmesserdes Rohres nahezu gleicher Länge zu zerschneiden. Obschon, wie erwähnt, fürletztere Arbeit bereits 1822 von Longo eine Maschine construirk worden, die seit-dem auch von manchen Fabriken angewandt wird, sind Kenner der venetianischenIndustrie noch im Zweifel darüber, ob nicht die Zcrtheilung durch Handarbeit,die sich noch bis auf den heutigen Tag mehrfach in Ausübung erhalten, dermechanischen vorzuziehen *).
Die bei der Zertheilung gewonnenen schmclzenartigcn Rohrabschnittc werdennun durch ein von den soüirisackori besorgtes Sieben, bei dem Splitter und zukleine Stücke durch das Sieb durchsacken, in ziemlich gleicher Größe erhalten, undgehen dann in die Hände der Inbanti über, deren Aufgabe es ist, die scharfenKanten derselben durch Schmelzung abzurunden. Bis zum Jahre 1817 geschahdieses durchgängig aus einer kupfernen offenen Pfanne (tsrraovia), aus der die,mit Kohlenpulver untermengten, rohen Perlen in einem Flammofen stark erhitzt,und hierbei mit einem langen eisernen Spatel fortwährend gerührt wurden. Diezur Zeit übliche Art des Rundschmelzens ist eine Vervollkommnung, die die Perlen-industrie dem Muranesen Luigi Pusinich verdankt.
Die abzurundenden Röhrenabschnitte werden zunächst mit einem leicht ange-feuchteten Gemenge von Kohlen- und Kalkpnlver gemischt und durchgearbeitet,wobei sich ihre Höhlungen mit dieser Masse füllen und hierdurch vor dem Fest-schmelzen gesichert werden; alsdann werden sie in Cylinder von starkem Eisen-oderKupferblech gebracht, Kohlenpulver und Sand, die das Aneinanderbacken der zuerweichenden Perlen verhindern, mit aufgegeben, der Cylinder, von dem die tnliantiihren Namen führen, nebst Inhalt in einem Ofen stark erhitzt und hierbei andauerndin Rotation erhalten. Das Glas der lcichtschmelzbaren Perle erweicht hierbei
0 So nach: Ims vsrrsriss clu LIurano (1ms Aranäss nsinss. karis, Imvx. 9,57bis80), das hier mehrfach benutzt, der AbbS Zanetti. Bnssolin's Monographie:„lies sstsbrss vsrroriss äs Vsniss st cls Nurano" (1846), die Bontemps citirt,eristirt angeblich nicht im Buchhandel.