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Gemusterte Glasstübe.
mit aus der Verschmelzung der Stäbe entstandener, farbig gestreifter Glasschichtumhüllten Glaskörper wärmt null der Arbeiter von Neuem an, drückt sein freiesEnde zu einer Spitze, in die alle bunten Streifen verlaufen, zusammen, faßtdiese Spitze mit einer Zange, die er in der Rechten führt, zieht sie aus und ertheiltgleichzeitig mit der Linken dem Hefteisen, an dem der dicke kurze Cylinder klebt,und das auf den horizontalen Führungsarmcn des Stuhles aufliegt, eine rollendeBewegung. Hat er in dieser Weise einen Stab von circa 5 bis 6 mm Dickeund 10 bis 12 om Länge hergestellt, um dessen farblosen Kern die farbigenSchraubenlinien, von einander getrennt durch die zwischcngelagerte farblose Ueber- ^fangmasse der benutzten einfachen Stäbe, in verlangter Stärke der Windung gleich- !
mäßig verlaufen, so schneidet er denselben mit der Scheere ab, wärmt das dicke s
Glas am Hefteisen wieder an, und zieht aus diesem in derselben Weise einen Stabnach dem anderen.
Soll nicht die ganze Staboberfläche gleichmäßig mit sich windenden farbigenStreifen, zu denen wir hier auch die opak weißen zählen, bedeckt erscheinen, sichz. B. nur ein nicht über die Staboberfläche ragendes farbiges Band um den farb-losen Kern schlingen, so ist die Herstellung eine der oben beschriebenen ganz analoge,nur werden in die Thonform nur einige bunte Elemente nebeneinander gestellt,der übrige Umkreis derselben aber mit farblosen Stäbchen gefüllt. So giebt fürein Muster wie Fig. 117, Fig. 118 die Stabdisposition in der Form.
Fig. 118.
Fig. 117.
Wenn, wie in den bisher ausgeführten Fällen, der Kern farblos und durch-sichtig ist, so kommt bei Betrachtung eines solchen Stabes die von dem Beobachterabgekehrte Rückseite für die Gesammtmustcrung eben so gut zur Geltung, als dieVorderseite, die Projektionen der gewundenen Fäden auf beiden Seiten kreuzensich daher scheinbar, und bilden ein nach den Kanten zu verschobenes Rauten-muster. Soll das durch die Fäden erzeugte Bild nun keine derartigen Rautenzeigen, sondern das einer Perlenreihe sein, so müssen die gefärbten Fäden von derOberfläche des Stabes in sein Inneres und zwar in eine, in der Richtung derverschiedenen Durchmesser des Querschnittes sich windende, Schraubcnfläche verlegtwerden- Um solches zu erreichen, wird zunächst ein kleiner Hohlcylinder ausge-blascn, dieser an dem der Pfeife gegenüberliegenden Ende geöffnet, und aufder Marbelplatte flach gedrückt. In die niedrige Höhlung der gewonnenenflachen Scheide legt der Arbeiter eine Reihe Stäbchen, so daß das Ganzeden Querschnitt Fig. 119 zeigt. Nachdem dann der offene Theil der Scheide