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Fensterglas: Sätze.
Kieselsäure . ... 73-0
Kalk.13-5
Natron.13'5
1000
und berechnet aus solcher die Gewichtsverhältnisse des zu verschmelzenden Gemenges,den Satz, so ergäbe sich als solcher, je nachdem Soda oder Glaubersalz undKalkstein (Kreide, Kalkspath) oder gebrannter und gelöschter Kalk zur Ver-wendung kommen soll, auf 100 Thle. Sand:
Soda Glaubersalz Kalkstein gebrannter Kalk
(90 Proc.) (95 Proc.) (56 Proc.) (75 Proc.)
34 Thle. oder 44 Thle (P 3 Thle. Kohle) 33 Thle. oder 25 Thle.
Für die in den verschiedenen Ländern für Tafelglas in Anwendung kommen-den „Dnrchschnittsgemenge" (?) giebt der amtliche Bericht über die Londoner
Ausstellung von 1862 r) die nachstehende Uebersicht:
Sand roher Kalkstein Kalkspath Kreide
England.
100
38
—
—
Preußen.
100
—
37
—
Belgien .
100
41
—
—
Frankreich
100
—
—
35
Böhmen.
100
—
—
30
Glaubersalz
Soda
Kohle
Arsenik
England.
28
—
1-3
—
Preußen.
34
5
2-25
—
Belgien .
34
—
2-5
1-5
Frankreich
36
—
1-75
—
Böhmen.
—
24
—
—
Unleugbar haben derartige „Durchschnittsangabcn" manches Mißtraucn-crrcgendc und Dunkele, im Großen und Ganzen scheinen indeß, wie das auchdurch zuverlässigere Angaben bestätigt wird, die Tafclglassabriken in ihren Gemengenctiva vor 10 Jahren ein Maximum an Kalk, von dem sie neuerdings wicdcrabgckommen, ihremProducte einverleibt zu haben. Bontemps giebt als Grenz-werthe, innerhalb deren auf französischen Hütten die Gemengezusammcnsetzmigseit etwa 30 Jahren geschwankt, die unter I. aufgeführten an-), auf den vereinig-ten Hütten der Gesellschaft der Loire und Rhone wird angeblich nach dem naheverwandten Satze II. gearbeitet s), der Satz III. endlich wird nach Schinz^) zuBellelaie (Schweiz) benutzt.
U Wagner'ö Jahresbericht 9 (1868), 389. — 2 ) gültig cln vsrrisr, p. 238.— 3) Dingler'ö Journal 194 (1870), 489, nach Loisntis. ^rasrios-n 1869, Ool. —«) Dingler's Journal 182 (1866), 206.