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Tafelglasfabrikntion, deutsch-französische.
Doch selbst bei Benutzung solcher Nebenöfen steigerten sich beim Blasen desFensterglases nach dem bisher betrachteten Verfahren die Schwierigkeiten der Aus-
Fig. 148.
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arbeitung, bei zunehmender Größe der zu liefernden Tafeln, derartig, daß bald eineGrenze erreicht werden mußte, über die hinaus nicht mehr mit Vortheil gearbeitetwerden konnte. Dem sich stets fühlbarer machenden Bedürfnisse nach größerenScheiben kam die im Vergleiche mit dem leicht erstarrenden Kalikalkglase lang-samere Erhärtung der kalkreichen Natronkalkgläser der noch jetzt gewöhnlichen Zu-sammensetzung, sowie die geringere Neigung dieser Gläser, bei wiederholtem An-wärmen Entglasungserscheinungen hervortreten zu lassen, aufs Günstigste entgegen,indem diese Eigenschaften gestatteten, den auszuarbeitenden Cylinder länger zustrecken, in die Längsrichtung derWalze die vorwiegende Dimension der herzu-stellenden Tafel zu verlegen, und hierdurch das deutsch-französische Verfahrender Tafelglasfabrikation ins Leben riefen.
In den ersten Stadien der Ausarbeitung, dem Aufnehmen und Marbeln desPostens, der bei großen Tafeln, ehe er in die Hände des Meisters übergeht, einGewicht von 4'5 bis 5'0 LZ erreicht, ebenso in der Technik der Hauben- oderKappenbildung, unterscheidet sich die deutsch-französische Fabrikationsweisc von derböhmischen nicht wesentlich, nur wird die Kappe, sowie der dieselbe mit der Pfeifeverbindende Hals, da das große Gewicht der Walze später an langem Hebelarmeauf diese Theile einwirkt, in bedeutenderer Wandstärke gehalten, als beim böhmischenVerfahren und zu diesem Zwecke das zur Bildung dieser Theile zu verwendende