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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Guß- und Wnlznpparate.

Besprechung dieser letzteren S. 149 gebotene Querschnitt Fig. 60, in dem //dieetwa in der Mitte ihrer Höhe von einem vertieft ausgesparten Falz umschlossenenHäfen, L/7 die Hafenthore, /r/r die solche schließenden, an ihren Berührungsflächenmit den die Thorbogen und das Gewölbe tragenden Pfeilern mit Lehm und Strohverschmierten Vorsatzkuchen, os endlich ein paar Füllöffnungen, mit ihren nur losevorgesetzten Stöpseln andeuten.

Die Größe der Häfen richtet sich natürlich nach der Größe der herzustellendenGlastafel, deren DurchschnittSmaß auf den größeren Gießereien zur Zeit etwa5 bis 6 bei 3 bis 3'5 m beträgt. Ein solches Glas wiegt, bei gewöhnlicherStärke, gegen 800 da indeß der Hafen nicht rein ausgegasten werden darf,hat man seine Capacität unter den gegebenen Umständen auf etwa 1000 imMinimum festzustellen. Von solchen Häfen faßt der Ofen meist 10 bis 12, was,richtet man die Schmelze derartig ein, daß, wie das bei dem großen Personal, dasfür den Guß erforderlich, das Praktischste, täglich zu derselben Stunde gearbeitetwird, einer Production von etwa 180 bis 200 <zin Rauhglas in 24 Stundenentspräche.

Wie die Art und Weise der Durchführung der Schmelze, so hat, im Laufeder Zeit, auch die Ausführung des Gusses, manche Abänderung erfahren. Ausdem Schmelzofen wurde bei dem alten Verfahren der Gießhafen, nachdem er vonder Bank vorsichtig losgebrochen und eine schwere eiserne Schaufel (Aimnäsxiuvs) unter ihn geschoben, auf letzterer, durch ein vor seinem Platze im Niveauder Sohle angebrachtes, in unserem, in höherer Lage durch den Ofen geführtenSchnitte daher nicht sichtbares Thor, das während der Schmelze ver-stellt und verschmiert gewesen, mit Hilfe eines hinter ihn greifenden starkenrechtwinklig umgebogenen eisernenZichhakens" auf die hier cisenbclcgtc Hütten-sohle vorgezogen, dann das starke Tragblcch des in Fig. 187 dargestelltenHafcn-

Ng. -87.

Wagens" (ollarriot ü ksrrasss) unter ihn gebracht, und er auf diesem WagenzurGußplatte" oder demGicßtisch" (tullls) hingefahren.

Dieser Gicßtisch bestand, noch bis in die erste Hälfte unseres Jahrhunderts,durchgängig aus einer Bronzeplatte von beträchtlicher Stärke, die auf einem nie-drigen starken meist dreirädrigen Holzwagcn ruhte, und mit diesem nach Bedürfnißhin- und hcrgeschobcn werden konnte. Ein Vcrdicnst^dcr englischen Spicgclfabrikcn