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Badische Geschichte / Karl Brunner
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Die Römer in Baden .

Tomänenland, dessen Pächter nicht eine feststehendeGrundsteuer, sondern eine nach dem jeweiligen Ertragwechselnde Naturalabgabe, den Zehnten, entrichten mußten daher die Bezeichnung Zehntland (agri clsouirmtss)für das ganze Gebiet am rechten Rheinufer, Als mit derZeit eine festere einheimische Bevölkerung sich herausbildete,kam auch hier die sonst allgemeingültige Provinz-Or-ganisation auf. Wir finden gegen Ende des ersten Jahr-hunderts die Oivitas Ulpia der Neckarsueben (oder der rechts-^ rheinischen Nemeter) mit dem im Jahr 98 durch Trajan zurChr, Stadt erhobenen Hanptort Ladenbnrg (Uopoännuin) unddie 6ivits.8 ^uensm mit dem Hauptort Baden-Baden ,Das ehemalige Pachtland wurde Privateigentum und miteiner Bodensteuer belegt, Tie über das badische Landverteilten zahlreichen Truppen hatten ihre Hauptquartierein Mainz , Straßburg , Windisch und standen unter demOberbefehl des in Mainz als Statthalter der Ober-tz e r m a n i s ch e n P r o v i n z (O-srmania supsrior) residierendenkaiserlichen Legaten, der zugleich die ganze bürgerliche Ver-s, Wallung des Grenzlandes in Händen hatte. Im 3. Jahr-hundert unter der Einwirkung der wachsenden germanischenGefahr wurde die Zivil- und Militärgewalt getrennt.Erstere behielt der Statthalter, während der militärischeOberbefehl einem mit hohen Vollmachten ausgestattetenKommandanten am Grenzwall" säux liuütis) übergebenwurde. Ein kleiner Teil des heutigen Baden, der südöstliche,zwischen der oberen Tonau und dem Bodensee gelegene,gehörte zu Rütien mit der Hauptstadt Augsburg (^ugamtaVinclsliooruw.),

Nachdem etwa bis zum Anfang des 2. Jahrhundertsfeste Verhältnisse imZehntland" geschaffen waren, erfreutedieses sich trotz der steigenden Unruhe unter den Germanenjenseits des Grenzwalls eines längeren Friedens, bis seit