Buch 
Badische Geschichte / Karl Brunner
Entstehung
Seite
30
JPEG-Download
 

30

Das erneuerte Stammesherzogtum rc.

oberrheinischen Fürsten, eben des erwähnten Schwaben-herzogs und des Bischofs Lambert von Konstanz. Baldnach seiner freiwilligen Unterwerfung zn Brnchsal starb100 sHermann II. und hinterließ das Herzogtum seinem SohnHermann III., der sogar als Kind unangefochten in dessenBesitz blieb ein Beweis der Erstarkung der Herzogs-gewalt. Freilich gab es innere Wirren genug in dieserJnterimszeit, bis der im Sommer 1004 aus Oberitalien zurückeilende König einigermaßen wieder Ruhe schaffte.

rvv7 Das von ihm 1007 gegründete Bistum Bamberg statteteHeinrich II. , der sich auch sonst um die Kirche durch Hebungder Klöster und Bistümer im Reiche, so des Klosters Reichenau und des Bistums Basel in unseren Gegenden, verdient machteund darum den Beinamender Heilige" erhielt, auch mitmancherlei Gütern und Einkünften aus den südwestlichen Reichs-gebieten aus; er verlieh ihm u. a. ansehnliche Krougüter inder Ortenau und unterstellte ihm die Abteien Ettenheim-münster, Gengenbach , Schüttern und das vorn Hohentwielnach Stein a. Rh. verlegte Kloster.

1012 Das Herzogtum Schwaben fiel an das Haus derBabenberger, zunächst an den Schwager des letztensalischen Herzogs, den österreichischen Markgrafen Ernst,der nach kurzer Regierung infolge eines Jagdunfalles starb.Seine Witwe Gisela wurde die Gemahlin des fränkischenstatischen) Grasen Konrad, der nach dem Erlöschen dessächsischen Stammes 1024 auf den deutschen KönigsthronioÄ berufen wurde.

In Schwaben gebot, anfangs unter Giselas Vormund-schaft, deren Sohn Ernst II. , der infolge von Streitigkeitenüber die Nachfolge im Königreich Burgund seinem Stief-vater in Verbindung mit dem schwäbischen Grafen Wels II.,mit Werner von Kyburg u. a. ein gefährlicher Gegner wurdeund in Süddeutsch land den Aufstand schürte. Er wurdeiosv abgesetzt und siel 1030 in erbittertem Kamps gegen den