62 Territorien bis Ende des Mittelalters.
Andere Adelsfamilien, die zum größeren Teil aus Mini-sterialen hervorgegangen waren und neben zahlreichen weiteren,hier nicht genannten die große Masse des niederen Land-adels bildeten, sind folgende:
In Franken: Leutershansen, Schanenburg (bei Dossen-heim), Hantschnhsheim, Steinach und Hirschhorn im Lobden-und Neckargau; Laufen, Düren im Kraich- und Elsenzgan; Box berg , Hohenlohe, Henneberg im Tauber- und Waldsassengau;Forchheim und Grötzingen im untern Alb- und Pfinzgan.
In Schwaben : Windeck , Schanenberg (bei Oberkirch ),Bosenstein, Staufenberg in der Ortenau ; Useirberg, Schwarzen-181 » berg , Kenzingen , Klirnberg, Rütteln (deren Herrschaft 131ö nachihrem Anssterben an Sansenberg-Baden kam), Staufen im Breis-gau; Kirnberg, Sulz, Wartenberg, Falkenstcin, Zimniern, Blumen-egg in der Baar; Krenkingen, Voran, Tiefenstein im obernAlbgau; Weißenbnrg im Klettgan; Höwen im Hegau ; Bodman im Linzgan.
Die Rcichsrittcrschnft war hier „in Franken und am Rhein-strom" (Kanton Kraichgau und Odenwald ) und „in Schwaben "(Kantone Hegan, Breisgau , Ortenau , Schwarzwald ) in ansehn-licher Blüte. Der Adel nahm vielfach Ämter an bei denbenachbarten Domstiftern zu Konstanz , Basel , Straßburg , Speyer ,Worms oder bei den Fürstenhäusern von Österreich , Baden undPfalz , selbst bei größeren Städten. Solche Ämter waren u. a.Hanptmannsstellen, Land- und Burgvogteien.
Städte.
Tas badische Gebiet ist reich an städtischen Gemein-wesen, deren Ursprung zum Teil weit in das frühe Mittel-alter hinaufreicht, die aber — von Freiburg und Kon stanz abgesehen — sämtlich bis herein in die neuere Zeitin bescheidenen Grenzen geblieben sind. Einige Städtegehen, wie wir gesehen haben, in ihrer Geschichte zurück bisauf die Zeit der Römerherrschaft, so Konstanz , Brei sach , Baden und Ladenburg .