Adelsfamilien. Städte. 63
Die wichtigsten Städtegriindungen im Mittelaltersind in zeitlicher Reihe folgende:
In Schwaben: Villingen (969), Freibnrg (1120), Gengen-Lach (1189), Zell a. H. (1139), Pfullendorff (1220), Offenburg (1223), Waldshut (1249), Radolfzell (1267), Gernsbach (1270),Säckingeu (1270), Lahr (1278), Kenzingcn (1283), Neuenbnrg(1292), Überlingen (13. Jahrh.), Endingen (1344), Markdorf (1462).
In Franken: Ettlingen (10.Jahrh.), Wiesloch (10.Jahrh.),Weinheim (1000), Wertheim (1009), Brnchjal (11. Jahrh.), Pforz-heim (11. Jahrh.), Breiten (nm 1100), Dnrlach (12. Jahrh.),Buchen (1216), Heidelberg (nach 1225), Sinsheim (1234), Tanber-bischofsheim (1237), Mosbach (Ende des 13. Jahrh.), Neckar-gemünd (18. Jahrh.), Waibstadt (13. Jahrh.), Heidelsheim (1307),Eppingen (1331), Freudenberg (1333), Eberbach (14. Jahrh.).
Eine Anzahl der Städte war reichsunmittelbar,manche freilich nur vorübergehend, wie Freiburg, Endingen ,Kenzingen, Villingen, Radolfzell im Jahre 1415, andere »wgenossen die Reichsfreiheit länger, konnten aber auch nichtder zunehmenden Begehrlichkeit benachbarter Territorial-herren auf die Dauer sich erwehren: so kamen Eberbach ,Mosbach, Neckargemünd, Sinsheim, Eppingen und Heidels-heim an Knrpfalz, Waibstadt an das Hochstift Speyer , Neuen-burg und Breisach an Österreich . Ihre Reichsstandschastkonnten schließlich nur 5 Städte behaupten: Überlingen ,Pfnllendorf, Offenburg, Gengenbach und Zell a.Harmersbach.Deren Bedeutung liegt weniger auf politischem als aufkultur- und wirtschaftsgeschichtlichem Gebiet.
Der einstige alemannische Herzogssitz Überlingen (Jburinga 770) erhielt im Jahr 1397 die Reichsfreiheit. ^Der Fruchtmarkt Überlingens war für die ganze Seegegendvon großer wirtschaftlicher Bedeutung, wie nicht minder seinsonstiger reger Handelsverkehr.
Pfnllendorf war im frühen Mittelalter der Sitzgleichnamiger Grafen, kam im 12. Jahrhundert an dieHohenstanfen und wurde 1220 reichsunmittelbar. 0220