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Badische Geschichte / Karl Brunner
Entstehung
Seite
75
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Vorderöstcrreich. Fürstenberg. Wcrtheim rc. ^5

gehört zumeist der deutschen Geschichte an. Wilhelm von Fürstenberg , der einzige namhafte Vertreter seines Hauses,der der Reformation geneigt war er trat auch demSchmalkaldischen Bunde bei, zeichnete sich daheim unddraußen durch kriegerische Leistungen aus. Er kämpfte alskaiserlicher Oberst in Italien und Frankreich und war^g15431545 in französischer Gefangenschaft. Er starb1549. . rsrs

Aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges sind zu er-wähnen die beiden bayrischen und lignistischeu Generäle JakobLudwig und Egon VII. von Fürstenberg. Die Söhne desletzteren, Franz Egon und Wilhelm Egon , beide hohegeistliche Würdenträger, haben durch ihre für Deutschland ver-hängnisvollen Beziehungen zu Ludwig XIV. einen traurigenRuhm erlangt (s. u. S. 94).

In der Grafschaft Wcrtheim hat sich um die Mitte des16. Jahrhunderts ein völliger Besitzwechsel vollzogen. Nach-dem 1556 das alte Geschlecht der Grafen von Wertheim isssmit Michael 111. ausgestorben war, fiel der gesamte Besitz1557 an dessen Schwiegervater, den Grafen von Stol-i»?berg-Königstein, der 1574 starb und das Erbe seinerisrrjüngeren Tochter Anna hinterließ, die den Grafen Ludwig II. von Löwenstein heiratete, der von Kurfürst Friedrich demSiegreichen von der Pfalz aus dessen Ehe mit der Angs-burger Bürgerstochter Klara Tett abstammte (s. S. 55).

Das Geschlecht nennt sich seitdem Löwenstein-Wertheim .

Von Ludwigs Söhnen Christof Ludwig und JohannDietrich blieb der eine Protestant, der andere wurdeKatholik eine auf das Interesse des Hauses klug be-rechnete Maßnahme. Von ihnen stammen die zwei jetztnoch blühenden Hauptlinien. 15991617 führten die^

Grafen heftige Fehden mit dem Bischof von Würzburgrm?Julius Echter von Mespelbrnnn wegen Lehendifferenzen.

Die geistlichen Gebiete und die kleineren weltlichen