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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur / übers. und durch Anmerkungen und Risse erläutert von Franz Reber
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zu schaden vermögen. 6. Allein nicht an allen Stellen eignet sichdie Anwendung von Wällen, sondern nur an denjenigen, wo außer-halb der Mauer von einer hoch genug gelegenen Gegend ein ebenerZugang ist, die Mauer zu bestürmen. An solchen Plätzen nun sindzunächst Gräben von größtmöglicher Breite und Tiefe zu ziehen(Fig. 2 n); dann muß eine Grundmauer (b) auf der inneren Seitedes Grabens hinabgetrieben und in solcher Dicke aufgebaut werden,daß sie die Erdaufschüttung des Dammes leicht aushält. 7. Fernerist innerhalb dieses Ünterbau's eine andere Grundmauer (o) zu trei-ben, von der äußeren nach innen zu in so weitem Zwischenraumeabstehend, daß die Cohorten wie eine Schlachtreihe aufgestellt zurVertheidigung aus der Breite des Walles stehen können '). Wennalso die Grundmauern so von einander abstehend errichtet sind, somüssen quer zwischen ihnen andere angelegt werden, mit der äußerenund inneren Grundmauer verbunden, und zwar in kammartigemGrundriß, so wie die Zähne einer Säge zu sein pflegen (ä). Dennwenn dieß so gemacht ist, dann wird die Masse der Erdausfüllung (e)dadurch in kleine Theile vertheilt, und nicht mit dem Gesammtgewichtlastend, auf keine Weise die den Damm einschließenden FuttermauernHinausdrücken können 2).

8. Was aber die Mauer selbst betrifft, so läßt sich nicht vor-schreiben, aus welchem Material sie aufgeführt und vollendet werden

1) Alsv in der Breite mindestens 30', da die bohvrte 10 Mann tief stand,es. Marqnardt.

2) Fig. 2.

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