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kels in den Mittelpunkt des Capitals ') einsetzt, und den andern anden Rand des Wulstes führt, die so. beschriebene Kreislinie die Außen-seite der Gurte berührt. Die Axen der Schnecken sollen nichtstärker sein, als die Größe des Auges; die Schnecken selbst abermüssen so ausgemeißelt werden, daß ihre Vertiefung den zwölftenTheil ihrer Höhe beträgt.
Dieß werden die entsprechenden Maßverhältnisse der Capitälebei denjenigen Säulen sein, welche eine Höhe vom geringsten Maßebis fünfundzwanzig Fuß haben: bei jenen aber, welche höher seinwerden, sollen sie im Nebligen die Maßverhältniffe in derselben Weisehaben, der Abakus aber wird so lang und breit sein, als die Säuleganz unten dick ist, mit Hinzufügung von einem Neuntel, damit dasCapitäl, je weniger Verjüngung eine höhere Säule hat, auch eineum so stärkere, ihren symmetrischen Maßverhältnissen entsprechendeAusladung und in der Breite einen gehörigen Zusatz erhalte.8. Was die Verzeichnung der Schnecken betrifft, so wird am Endedes Buches Figur und Erklärung, wie sie beschrieben werden sollen,damit sie mit dem Zirkel richtig verschlungen seien, angefügt sein.
Wenn dann die Capitäle der Säulen vollendet und ausgestelltfind, und zwar nicht wagrecht, sondern in der gleichen Richtung, wiedie Säulenschäste, so daß die schräge Verstärkung, welche an denStylobaten angebracht wurde, erst auf den oberen Gliedern ihreAusgleichung erhalte , so sind die Maßverhältnisse des Epistyls
Natürlich von der oberen oder unteren Hvrizontalfiäche.
2) Ob darunter die Spiralleiste an der Stirnseite, oder der Saum an derPolsterseite (L 0 0 k) zu verstehen sei, darüber schwanken die Erklärer, im er-steren allerdings näherliegenden Falle ist jedoch die Breite dieser Spiralleistcnübergroß und ohne Beispiel, weshalb der letztere wahrscheinlicher ist.
3) Die ganze Säule soll nämlich durch die schrägen Scamillen des Stylobatseine geneigte Stellung erhalten, diese aber soll über dem Capitäl und unter demGebälke wieder ausgeglichen und dadurch die Horizontale wieder hergestellt wer-den, indem man ein Medium zwischen sie legt, welches den seamUli impsre»des Stylobats umgekehrt entspricht. Dieses Medium ist jedenfalls zu denken in.dem Bänkchen über der Capitälplatte, das übrigens mit dem Capitäle selbst auseinem Stücke geschnitten ist, und zunächst den Zweck hat, die Epistylbalken auf-zunehmen und die so isolirten Abakenecken ebenso vor dem Abdrücken zu schützen,lpie dieß auch bei den Basen ähnlich sich findet.