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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur / übers. und durch Anmerkungen und Risse erläutert von Franz Reber
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274
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Viertes Auxrtel.

Die Sterngruppe« deß Ostens zur Rechten zwischen dem Strrubildergürtelund dem großen Bären y.

1. Es hat nämlich der große Bär, welchen die Griechen Arktos(Bär) oder Helike (das um seine Achse kreisende Gestirn) nennen,hinter fich gestellt den Hüter. Nicht weit davon entfernt zeichnet sichdie Jungfrau, über deren rechter Schulter ein überaus glänzenderStern schimmert, den wir Römer Provindemiator (der Vorwinzer),die Griechen Protrygetes (der Stern vor der Weinlese) nennen, esglänzt aber noch mehr die Aehre der Jungfrau. Ein anderer Sternferner ist gegenüber dem Wächter des Bären zwischen die Beine ge-stellt, und dieser wird Arkturos (Bärenschwanzstern) genannt, weiler in dieser Stelle angenommen wird.

2. Bei dem Kopfe des großen Bären und in einer Stellung,deren Linie zu den Beinen der Zwillinge einen Winkel bildet, stehtaus der Spitze des Hornes der Fuhrmann, ferner enthält der Fuhr-mann ganz unten an dem Fuße, welcher aus der Spitze des linkenHornes steht, einen Stern, und andere Sterne, welche Zicklein ge-nannt werden, sind in der Hand des Fuhrmanns, die sogenannteZiege auf seiner linken Schulter. Oberhalb dem Stier und demWidder ist der laufend dargestellte Perseus, zur Rechten über sich denFuhrmann und unter sich als Standort das Siebengestirn habend,während sich zur Linken das Haupt des Widders befindet, und mitder rechten Hand sich aus das Bild der Kassiopeia stützend, hält ermit der linken das Gorgoneion, es der Andromeda zu Füßen legend.

3. Ueber der Andromeda dann sind die Fische und der Leib desPferdes (Pegasus) und die Flügel, welche sich über das Rückgrat desPferdes erheben, von dessen Unterleibs der leuchtendste Stern die

*) Dieses und das folgende Kapitel, in Handschriften und Ausgaben anvielen Stellen bis zur Unverständlichkeit verderbt, ist ganz nach Marini's Her-stellung des Textes, die auf gründlicher Verwerthung der klassischen Schriftenüber Astronomie unter Beiziehung des Himmelsglobus von dem farnesischenAtlas in Neapel (Abb. bei Marini und Inghirami, lUonumsnti Ltruselii Vol.VI.) beruht.