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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur / übers. und durch Anmerkungen und Risse erläutert von Franz Reber
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in Form einer Schale oder einer ausgehöhlten Halbkugel ^ Aristar-chos von SamoS; ferner in Form einer horizontal gelegten rundenPlatte derselbe; die sog. Spinnengewebe-Uhr 2) soll der SterndeuterEudoxos. nach Anderen Apollonios erfunden haben; die Uhr, welchedie Platten- oder Felderdecken-Uhr genannt wird, wie sich einesolche auch im Eircus Flaminius findet, Skopinas aus Syrakus;die sogenannte Prostahistorümena-Uhr Parmenion; die Prospan-klima-Uhr 5) Theodosios und Andrias ; die doppelbeilförmige UhrPatroklos, die kegelförmige Dionysodoros, die köcherförmige Apollo-nios; auch noch andere Arten haben sowohl die oben verzeichnetenMänner, als auch mehrere Andere erfunden und hinterlassen, wie diekeilförmig vertiefte Spinnengewebe-Uhr?) und die antiboreischePlattenuhr. Wie ferner aus diesen Arten transportable Reiseuhrengemacht werden können, darüber haben schon Mehrere besondere Ab-handlungen geschrieben, und wer dieß wünscht, wird nach den Schrif-ten dieser die Uhrenverzeichnungen entwerfen können, wenn er nurder Herstellung der Analemmafigur kundig ist.

(VIII.) 2. Auch das Verfahren, vermittelst Wasser Uhrwerke her-zustellen, ist von denselben Gelehrten erforscht worden, und zwar zuerstvon Ktesibios aus Alexandria, welcher auch den natürlichen Luftdruckund die Verwendung desselben entdeckte. Es ist wohl der Mühe

*) Eine Sonnenuhr der Art, die Schale senkrecht gestellt und von einen»Atlanten getragen, befand sich vormalö zu Ravenna.

2 ) Der Name Arachne (Spinnengewebe) hat wohl in der Gestalt der Ver-zeichnung, die durch Radiallinien und Sehnen in Kreisen einem Spinnengewrbenicht unähnlich war, seinen Grund.

2) laeunnr, wahrscheinlich in einer rechteckigen Kassettenform vertieft.

7 rpo§ r« für historisch bekannte Plätze, hier ganz un-

verständlich.

2 ) 71^05 na», x-il/t«, die für jede Polhvhe passende Uhr, eine Univer-salukr.

b) Andriaö sonst nirgend erwähnt; Theodosios, vielleicht der Astronom auöTripolis, der in der Mitte des zweiten Jahrhunderts vor Chr. lebte. Auchvon den beiden nächstgenannten, PatrokloS und Dionysodoros, ist sonst nichtsSicheres zu ermitteln.

Die Handschriften geben conarokvuen eonatum, einUnding, das Marinein vonniLvllnen esvatum verwandelt, unter dem ersteren Worte eine Zusam-menstellung von eonn« und »raellne vermuthend.