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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur / übers. und durch Anmerkungen und Risse erläutert von Franz Reber
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trägt '), welcher, wenn das Instrument vier Register hat, der Längenach in vier Kanäle, wenn es sechs Register hat, in sechs Kanäle,

Fig. 35.

i) Der Kanon Musikvs, der den Windzutritt zu den beliebigen Pfeifenlagenund einzelnen Pfeifen vermittelnde Theil des Instrumentes, bestand aus vierwagrechr auf die Windlade und über einander gelegten Gliedern. Das untersteder vier Glieder war ein niedriger Kasten, so lang und breit, als das Brett,auf welchem die Pfeifen aufsitzen, und in der Breitenrichtung in so viele Fächerabgetheilt, als Pfeifenröhren hinter einander standen, somit in vier, in sechsoder in acht Fächer. An jedem Fache vermittelte ein Hahn den Luftzutritt,welche Hähne den Negisterzügen unserer Orgeln ungefähr entsprechen. Daszweite Glied war eine Dielenplatte von gleichen Längen» und Breitendimensio»nen, wie daS erste Glied, und mit so vielen Löchern, als Pfeifen, und diesenin ihrer Anordnung in vier, sechs oder acht Reihen entsprechend. Genau so wardas ebenfalls wie das zweite unbewegliche oberste Glied, dessen Löcher in die un-teren Pfeifenenden mündeten. Nun hätten aber ohne das Tastenglied alle Pfei-fen derjenigen Reihe, dessen Register gezogen, d. h. dem Windstrome geöffnetwar, geklungen; um nun dieß zu verhindern, war zwischen dem zweiten undvierten oder obersten Gliede, mithin zwischen den beiden durchlöcherten Platten,das dritte Glied verschiebbar angebracht, aus so vielen schmalen Leisten beste-

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