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Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten der Schweiz / von Jakob Baechtold
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Aus einem Grabe.

5. De schlofsch und achtisch 's Unruejh nitIm Chilcheturn die langi Nacht,

Und wenn der Wächter Zwölft rüeftIm stille Dorf.

6. Und wenn's am schwarze Himmel blitztUnd Gwülch an Gwülch im Donner chracht,Se fahrt der 's Wetter übers Grab

Und weckt di nit.

7. Und was di früej im MorgerotBis spot in d'Mittnacht bchümmert het,Gottlob, es ficht di nümmen a

Im stille Grab!

8. Es isch der wohl! o 's isch der wohl!Und alles, was de glitte hesch,

Gott Lob und Dank, im chüele GrundThuet's niimme weh.

9. Drum, wenni numme bi der wär,

So wär jo alles recht und guet!

Jez sitzi do und weiß kei TrostMim tiefe Schmerz.

10. Doch öbbe bald, wenn's Gottswill isch,Se chunnt mi Samstig z'Oben au,

Und druf se grabt der Nochber ChlausMir au ne Bett.

11. Und wenni lig und nümme schnuuf,Und wenn sie 's Schloflied gsnnge hen,

Se schüttle sie mer 's Deckbett uf,

Und bhüetdi Gott!

12. I schlof derno so sanft wie du,

Und hör im Chilchturn 's Unruejh nit.

Mer schlofe, bis am Sunntig früej

Der Morge taut.

13. Und wenn emol der Sunntig tagt,

Und d'Engel singe 's Morgelied,

Se stöhn mer mit enander uf,

Erquickt und gsnnd.

14. Und 's stoht e neui Chilche do,

Sie funklet hell im Morgerot.

Mer göhn und singen am AltarHalleluja!