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Salas y Gomez.
16. Und dort am Abhang war ein Ort der Rast,
Dort nahm er Nahrung ein, dort Eierschalen!
Wer war, wer ist der grausen Wildnis Gast?
17. Und spähend, lauschend schritt ich aus dem kahlen
Gesims einher zum andern Felsenhaupte,
Das zugewendet liegt den Morgenstrahlen.
18. Und wie ich, der ich ganz mich einsam glaubte,
Erklomm die letzte von den Schieferstiegen,
Die mir die Ansicht von dem Abhang raubte,
19. Da sah ich einen Greisen vor mir liegen,
Wohl hundert Jahre, möcht' ich schätzen, alt,
Des Züge, schien es, wie im Tode schwiegen.
20. Nackt, langgestreckt die riesige Gestalt,
Von Bart und Haupthaar abwärts zu den LendenDen hagern Leib mit Silberglanz umwallt,
21. Das Haupt getragen von des Felsen Wänden,
Im starren Antlitz Ruh', die breite BrustBedeckt mit übers Kreuz gelegten Händen.
22. Und wie entsetzt, mit schauerlicher Lust,
Ich unverwandt das große Bild betrachte,Entflossen mir die Tränen unbewußt.
23. Als endlich, wie aus Starrkrampf, ich erwachte,
Entbot ich zu der Stelle die Gefährten,
Die bald mein lauter Ruf zusammenbrachte.
24. Sie lärmend herwärts ihre Schritte kehrten
Und stellten, bald verstummend, sich zum Kreis,Die fromm die Feier solchen Anblicks ehrten.
25. Und seht! noch reget sich, noch atmet leis,
Noch schlägt die müden Augen auf und hebtDas Haupt empor der wundersame Greis.
26. Er schaut uns zweifelnd, staunend an, bestrebt
Sich, noch zu sprechen mit erstorbnem Munde, —Umsonst! Er sinkt zurück; er hat gelebt.
27. Es sprach der Arzt, bemüh'nd in dieser Stunde
Sich um den Leichnam noch: „Es ist vorbei!"Wir aber standen betend in der Runde.
28. Es lagen da der Schiefertafeln drei
Mit eingeritzter Schrift; mir ward zu teileDer Nachlaß von dem Sohn der Wüstenei.
29. Und wie ich bei den Schriften mich verweile,
Die rein in span'scher Zunge sind geschrieben,Gebot ein Schuß vom Schiffe her uns Eile.