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III/1 (1895) [Elektricität und Magnetismus (II)] / unter Mitwirkung von Prof. Dr. F. Auerbach, Dr. E. Brodhun, Prof. Dr. F. Braun, Dr. S. Czapski, Dr. P. Drude, Prof. Dr. K. Exner, Prof. Dr. W. Feussner, Dr. L. Grätz, Prof. Dr. H. Kayser, Prof. Dr. F. Melde, Prof. Dr. A. Oberbeck, Prof. Dr. J. Pernet, Dr. F. Pockels, Dr. K. Pulfrich, Prof. Dr. Fr. Stenger, Dr. R. Straubel, Dr. K. Waitz ; herausgegeben von Dr. A. Winkelmann
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Magnetische Induction.

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Gedankens geht jedoch Weber nicht ein, er nimmt einfach an, dass demTheilchen eine Richtkraft D innewohnt, die es, der äusseren Kraft X entgegen,in seine ursprüngliche Lage zurückzuführen sucht. Nennt man a den ursprüng-lichen, 8 den schliesslichen Winkel der Molekelaxe gegen die AT-Richtung,so liefert die Gleichsetzung der von den beiden Kräften ausgeübten Drehungs-momente die Gleichgewichtsbedingung

D sin a

Ist ferner m das magnetische Moment der Molekel und sind deren in derVolumeneinheit n vorhanden, so würde die bei völliger Gleichrichtung ein-tretende, also maximale Intensität der Magnetisirung J max = mn sein, bei un-vollständiger Gleichrichtung dagegen wird allgemein:

7t

/= J'?lcosftsinada

W 2 -+- X 2 Z ? 2X^D

dR,

0

wo R die Resultante von D und X ist, und die Grenzen der Integration fürX < D und für X > D verschieden sind, da man in jenem Falle offenbar vonD X bis D -+- X, in diesem von X D bis X H- D zu integriren hat. Danun unbestimmt

fit ft /?

J = - 12 X^D + 3X2 Di) + COmt

ist, so erhält man folgende zusammengehörige Werthe von X und J\

w =

0

< D

D

> D

00

/=

2

/ 1 D*\

0

3 D X

mn V~äxi)

mit

Die entsprechende Curve (Fig. 160) ist also zwar stetig, zerfällt aber in zweiTheile von verschiedenem Charakter; der erste Theil ist geradlinig ansteigend,

der zweite nach unten concav,d. h. allmählich immer wenigeransteigend und sich schliesslicheinem Grenzwerth nähernd.Dieser Grenzwerth a entsprichtder magnetischen Sättigung, dergeradlinige Theil reicht bis zueinem Ordinatenwerthe b, der §des Sättigungswerthes ausmacht. Die Sättigung spielt namentlich auch in derTechnik eine wichtige Rolle; will man mit gegebenen Mitteln einen möglichststarken Effekt erzielen, so muss man sie zu erreichen suchen; will man jedochökonomisch arbeiten, worauf es viel häufiger ankommt, so muss man in ange-messener Entfernung von der Sättigung arbeiten, oder, wie man mit erweiterterBedeutung des Ausdruckes Sättigung sagt, mit mässiger Sättigung; nach derWEBERschen, in der Praxis freilich zu modificirenden Formel würde der höchstefür ökonomischen Betrieb geeignete Sättigungswerth f sein.

Berücksichtigung der Coercitivkraft; remanenter Magnetismus.Die WEBERsche Theorie wird bereits der einen von den beiden Differenzen(wenigstens in grossen Zügen) gerecht, welche zwischen den Annahmen derPoissoNschen Theorie und der Wirklichkeit bestehen, nämlich dem Umstande,dass die Magnetisirung zwar anfangs der magnetisirenden Kraft proportional ist,später aber langsamer wächst und den Sättigungswerth erreicht. Dagegen bleibt