Theorien von W. Weber und Maxwell.
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noch die Differenz bestehen, dass nach Aufhören jener Kraft der Magnetismusnach der Theorie vollständig, in Wahrheit aber nur theilweise verschwindet,während ein anderer Theil, der remanente Magnetismus (vergl. pag. 51) bestehenbleibt; eine Erscheinung, mit der, wie man schon von vornherein vermuthenkann, eine zweite im Zusammenhänge steht, wonach die Curve des temporärenMagnetismus auch durch die WEBER’sche Formel noch nicht richtig dargestelltwird, indem sie nämlich ausser dem ersten, proportional und dem letzten,langsamer steigenden Stück noch ein mittleres, rascher steigendes aufweist.Beiden Forderungen wird die MAXWELL’sche Theorie gerecht 1 ). Nimmt mannämlich an, dass eine Molekel bei Ablenkungen ß (d. h. a — 9), die kleinerals ein gewisser Werth ß 0 sind, nach Aufhören der ablenkenden Kraft in dieursprüngliche Tage zurückkehrt, bei grösseren Ablenkungen dagegen nach demAufhören der Kraft nur um ß 0 zurückgeht, dagegen die Ablenkung ß — ß 0 ver-möge der Coercitivkralt (pag. 51) behält, und wenn man Dsin ß 0 = L setzt,so erhält man folgende Tafel der zusammengehörigen Werthe der magnetisirendenKraft X, des temporären Magnetismus J und des remanenten J'.
X
J
r
0
0
0
<z
2 X
8 mn D
0
z
2 L— m n —
3 D
0
>Z, <Z>
2 X / Z 2 \
z>2 3 V D ' 1 z>v
> L, — D
>L,>D
mn T Z , 2
T L
+V('-S) (-#)]'
OO
mn
In Fig. 161 sind die Curven der temporären und der remanenten Magnetisirung,sowie die Asymptoten, denen sich beide Curven nähern, dargestellt, und zwarfür mn = J max = 1000, L = 3, D = 5. Die Curve des temporären Magnetismushat zwei ausgezeichnete Punkte; in dem einen, bei X — L, hat die Curve einscharfes Knie, das sich in der Wirklichkeit nicht wiederfindet, und das man,wie die Erfahrung fordert, in eine sanfte Einbuchtung verwandeln kann, wennman annimmt, dass ß 0 , also auch L für verschiedene Molekeln verschiedeneWerthe hat, wobei sich dann gleichzeitig der plötzliche Anstieg der Curve
') Maxwell, Lehrb. d. El. u. d. Mag. 2, pag. 99.