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Induction.
(P. 201.)
dem Galvanometer G verbunden, dass dasselbe um die Seite NS aus der Lage Iin die Lage II gedreht werden kann. Bei dieser Bewegung erfolgt eine Ab-lenkung in der einen Richtung, die umgekehrte bei der ent-gegengesetzten Drehung 1 ).
8) Die Pole eines starken magnetischen Magazins (Fig. 202)sind mit den Ansatzstücken N und S von Eisen versehen.In grösster Nähe derselben kann eine Kupferscheibe K umeine Messingaxe M gedreht werden. Am Rande derselbenzwischen N und S ist ein Schleifcontact angebracht, vonwelchem ein Draht zu dem Galvanometer führt. Die andereZuleitung desselben ist um die Messingaxe geschlungen.Wird die Scheibe in Rotation versetzt, so wird ein Strom inducirt, welcher solange constant ist, als die gleichmässige Drehung andauert. Bei Umkehrungder Drehungsrichtung wird auch der Strom der entgegengesetzte. Dieser Versuch
ist von grossem Interesse. Zu-nächst konnte Faraday mitRecht die beschriebene Vor-richtung als eine »neue Elek-trisirmaschine« bezeichnen.Der Strom, welchen dieselbeliefert, ist im Gegensatz zu denbisher besprochenen, kurzenInductionsströmen ein constan-ter. Ferner handelt es sichhierbei um die Induction ineinem körperlichen Leiter imGegensatz zu den bisher be-schriebenen Inductionserschei-nungen in Drähten. Endlich war Faraday in der Lage, durch diese und ähn-liche Versuche die bis dahin räthselhaft gebliebenen Erscheinungen des Arago-
schen Rotationsmagnetismus zu erklären 2 ).
Wird die Induction durch magnetische Kräfte(irgend welchen Ursprungs also herrührend von Stahl-magneten, vom Erdmagnetismus, von Elektromagneten)bewirkt, so bezeichnet man dieselbe als Magnet-Induction.
9) Ein cylindrischer Magnetstab NS (Fig. 203)ist an seinem einen Ende mit einer Kupferscheibe Kversehen, an welcher Schleifcontakte A und B ange-bracht sind, welche zu einem Galvanometer führen.Rotiren Scheibe und Magnet gemeinsam um ihre Axe,so entstehen Inductionsströme. Dasselbe findet statt,wenn die Scheibe allein rotirt. Keine Ströme ent-stehen, wenn der Magnetstab allein rotirt.
Die Versuche gelingen noch besser, wenn man die eine Hälfte des Magnetsmit einer Kupferkappe K (Fig. 204) umgiebt und die Schleifcontakte in A und Banbringt. Endlich kann man die Kupfermassen ganz fortlassen und erhält
(P. 202.)
A
X
N
K
(P. 203.)
') Exp. res. II., No. 171 — 180.a ) Exp. res. I., No. 81 — 139.