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III/1 (1895) [Elektricität und Magnetismus (II)] / unter Mitwirkung von Prof. Dr. F. Auerbach, Dr. E. Brodhun, Prof. Dr. F. Braun, Dr. S. Czapski, Dr. P. Drude, Prof. Dr. K. Exner, Prof. Dr. W. Feussner, Dr. L. Grätz, Prof. Dr. H. Kayser, Prof. Dr. F. Melde, Prof. Dr. A. Oberbeck, Prof. Dr. J. Pernet, Dr. F. Pockels, Dr. K. Pulfrich, Prof. Dr. Fr. Stenger, Dr. R. Straubel, Dr. K. Waitz ; herausgegeben von Dr. A. Winkelmann
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Induction.

hervorgebracht hätte, die der hier dem Draht gegebenen gerade entgegengesetztwäre, vorausgesetzt, dass der ruhende Draht nur in Richtung der Bewegung undentgegengesetzt beweglich wäre.«

Man kann diesem Satz auch den folgenden, kürzeren Ausdruck geben 1 ):

»Die nach Richtung der Bewegung des Leiters zerlegte Wirkung des indu-cirenden auf den inducirten Strom ist immer negativ.«

Als ein besonders anschauliches Beispiel dieses Satzes können wir denFARADAYschen Versuch No. 2 , pag. 347 anführen. Da parallele Drähte sich an-ziehen, wenn sie in demselben Sinne vom Strom durchflossen werden, so muss,bei Annäherung eines Drahtes an einen parallelen, geradlinigen Strom, in ersteremein entgegengesetzt gerichteter Strom entstehen, wenn die elektrodynamischeWirkung des inducirenden auf den inducirten Strom der Bewegung entgegen-wirken soll.

Eine Reihe von Grundgesetzen der Induction hat W. Weber 2 ) experimentellbewiesen. Zu diesem Zweck benutzte der genannte Physiker das von ihmerfundene Elektrodynamometer.

Wird die bewegliche Rolle desselben in Schwingungen versetzt, so nimmtdie Schwingungsamplitude in Folge von Reibungswiderständen ab, wobei daslogarithmische Decrement der Schwingungen constant bleibt. Ist während derSchwingungen die bewegliche Rolle in sich geschlossen, während ein constanterStrom durch die feste Rolle geleitet wird, so bleibt das logarithmische Decrementebenfalls constant, hat aber einen grösseren Werth als zuvor. Die Vergrösserugder Dämpfung rührt von der Einwirkung des constanten Stromes auf den durchdie Bewegung der Rolle inducirten Strom her. Aus der Constanz des logarithmi-schen Decrements ist zu schliessen, dass die Dämpfung und dem zu Folge auchdie Stärke des inducirten Stromes in jedem Augenblick der Winkelgeschwindig-keit der schwingenden Rolle proportional ist.

Gilt für die Schwingungsbewegung der offenen Rolle die Differentialgleichung:

aus welcher die Lösung:

sich ergiebt, so ist:

Lf rr i9 = cp 0 e t ccs -j,,

T

und X das logarithmische Decrement. Wird durch die dämpfende Wirkung desprimären Stromes auf die geschlossene Rolle a um a' vermehrt, so ist:

X'

Y> = a + a

und X' das neue Decrement. Aus der Constanz desselben folgt, dass die Wechsel-wirkung der Ströme durch einen Ausdruck von der Form:

*'

dargestellt werden kann.

Die Constante a' hängt von der Form, Windungszahl etc. der beiden Rollenund von der Stärke des primären Stromes ab.

t) F. Neumann, Abhandl. der Berl. Akademie für 1845, pag. 10.

2 ) W. Weber, Elektrodynamische Maassbestimmungen. Abhandl. d. Kgl. sächs. Gesellsch.der Wissensch. 1846, pag. 269283. Wilhelm Webers Werke 3, pag. 92117.