Apparate zur Verstärkung und zur Anwendung der Inductionserscheinungen.
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Bei einem zweiten Versuch war die bewegliche Rolle der Wirkung zweierneben dem Elektrodynamometer liegender Magnetstäbe ausgesetzt. Auch hierwurde die Vermehrung des Decrements beobachtet, wenn die Rolle geschlossen war.
Es ergab sich:
1) bei Wirkung des constanten Stromes:
X = 0-002796X' = 0-005423X' — X = 0-002627.
2) bei Wirkung der Magnetstäbe:
X = 0-002541X' = 0-002638X' — X = 0-00Ö097.
W. Weber zeigte dann weiter, dass die Endresultate der beiden Versucheproportional den Quadraten der Ablenkungen sind, welche die bewegliche Rolleerfährt, wenn sie von einem constanten Strom durchflossen wird und das eineMal der zuvor benutzte Strom die teste Rolle durchläuft, während das andereMal die beiden Magnetstäbe, in derselben Lage wie zuvor, wirken. Die Ab-lenkungen betrugen:
101-9 und 19-1.
Das Verhältniss ihrer Quadrate ist:
28-5,
dasjenige der Decremente X' — X:
27-1.
Demnach ist die E. K. d. I. in jedem Augenblick proportional:
a) der elektromagnetischen oder elektrodynamischen Wirkung von Magnetenoder constanten Strömen auf die bewegte Rolle, wenn man sich dieselbe voneinem bestimmten, constanten Strom durchflossen denkt,
b) der Winkelgeschwindigkeit der Rolle.
Wichtige Anwendungen dieser Untersuchungsmethode werden in dem Artikel:»Absolute Maasse der Elektricität« Vorkommen.
C. Apparate zur Verstärkung und zur Anwendung der Inductions-erscheinungen.
Die bei den FARADAY’schen Fundamentalversuchen auftretenden Inductions-ströme sind meist schwach und können nur mit empfindlichen Galvanometernwahrgenommen werden. In Folge dessen waren die weiter über die In-duction experimentirenden Physiker bestrebt, stärkere Inductionsströme hervor-zubringen oder wenigstens ihre Wirkungen zu verstärken, theils um dadurcheingehendere Untersuchungen über die Natur der neuen Elektricitätsquelle an-zustellen, theils um Ströme zu erhalten, welche die Wirkungen der bereits be-kannten Elektricitätsquellen ersetzen oder übertreffen sollten.
1) Disjunctoren oder Analysatoren.
Die einfachste Form der Induction besteht in der Oeffnung und Schliessungeines Stromkreises, in dessen Nachbarschaft sich eine zweite Leitung befindet.Hierdurch werden in letzterer abwechselnd gerichtete Inductionsströme erregt,deren Gesammtintensitäten gleich gross sind. Ihre Anzahl ist der Zahl derOeffnungen und Schliessungen des primären Kreises proportional. Durch Ver-mehrung derselben kann man also eine schnelle Folge von Inductionsströmenerreichen und alle diejenigen Wirkungen dieser Ströme vergrössern, welche von
Winkblmann, Physik. III. *. 2^