Gleichstrommotoren und Wechselstrommotoren.
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oder, da dies bei weiten Strecken ausserordentlich grosse Kosten für die Her-stellung der Leitung erfordern würde, die elektromotorische Kraft des Generatorsin dem Maasse zu vergrössern, dass der angeführte Ausdruck den gleichen Werthbehält.
In der Praxis kommt zu der elektrischen Arbeit des Motors diejenige Arbeithinzu, welche zur Ueberwindung der Reibungswiderstände desselben dient —die Leerlautarbeit. Durch Mitberücksichtigung derselben erfahren die an-gegebenen Rechnungen Modifikationen, für welche wir auf die früher angeführtenSpecialwerke verweisen.
K. Gleichstrommotoren und Wechselstrommotoren.
1) Wie schon früher bemerkt, kann jede Gleichstrommaschine auch alsGleichstrommotor benutzt werden. Doch sind die Anforderungen, welche manan die Maschine in dem einen und anderen Fall stellt, etwas verschieden,so dass die Construction der Generatoren und Motoren in einer Reihe vonEinzelheiten verschieden sein wird. Dabei kommt Folgendes in Betracht. Beidem Generator ist es vortheilhaft, die Feldmagnete aus Eisenmassen von bedeuten-den Dimensionen zu bilden, damit das von ihnen gebildete Magnetfeld starkist, und möglichst wenig durch den Magnetismus des Ankers gestört wird. Beiden Motoren spielt das Gewicht derselben eine wesentliche Rolle. Dasselbedarf nicht zu gross sein, wenn der Motor leicht transportabel sein soll. Manwird daher in der Vergrösserung der Elektromagnete nicht so weit bei denMotoren gehen dürfen, wie bei den Generatoren.
Ferner wird der Generator durch eine gleichmässig wirkende Kraft längereZeit in Betrieb erhalten. Dagegen wird der Motor häufig auf kurze Zeit eingeschaltet und ausgeschaltet werden und Arbeit von verschiedener Grösse zu leistenhaben. Man wird aber die Forderung stellen, dass er sich stets mit derselbenGeschwindigkeit bewegt. Um dies zu erreichen, sind verschiedene Regulirungs-methoden in Gebrauch, auf welche wir hier nicht näher eingehen können. Wirddurch die Maschine constante Klemmspannung erhalten, so ist es zweckmässig,den Motor mit Nebenschluss oder mit gemischter Wickelung einzurichten.
2) Sendet man durch die Armaturspulen einer Wechselstrommaschine, beiwelcher die Feldmagnete durch eine andere Stromquelle constant magnetischerhalten werden, Wechselströme, so wird sich der Anker nicht von selbst inBewegung setzen, weil anziehende und abstossende Wirkungen schnell aufeinander folgen und sich daher aufheben. Ist derselbe aber in Rotation versetztund ist die Geschwindigkeit desselben derart, dass eine Ankerspule in derselbenZeit an Stelle der vorangehenden getreten ist, in welcher ein Stromwechselstattfindet, so üben jetzt die Feldmagnete eine Triebkraft aus, welche dieBewegung in Gang erhält. Mit anderen Worten, eine Wechselstrommaschinekann nur dann als Motor dienen, wenn ihr Gang synchron mit demjenigendes Wechselstromgenerators ist. Man hat deshalb Wechselstrommotoren miteinem kleinen Gleichstrommotor verbunden, welcher zunächst bei offenem Strom-kreise des Wechselstromes, dem Motor die gleiche Umdrehungsgeschwindigkeitmit der Maschine erteilt. Dann erst wird der Wechselstrom in den Motor ein-geführt und liefert nun die erforderliche Triebkraft, um die synchrone Drehungzu erhalten. Bei stark wechselnder Belastung kann aber der Synchronismusgestört werden und der Motor kommt dann schnell zum Stillstand. Man hatferner versucht, Gleichstrommotoren durch Wechselstrom zu betreiben, welchen
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