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III/1 (1895) [Elektricität und Magnetismus (II)] / unter Mitwirkung von Prof. Dr. F. Auerbach, Dr. E. Brodhun, Prof. Dr. F. Braun, Dr. S. Czapski, Dr. P. Drude, Prof. Dr. K. Exner, Prof. Dr. W. Feussner, Dr. L. Grätz, Prof. Dr. H. Kayser, Prof. Dr. F. Melde, Prof. Dr. A. Oberbeck, Prof. Dr. J. Pernet, Dr. F. Pockels, Dr. K. Pulfrich, Prof. Dr. Fr. Stenger, Dr. R. Straubel, Dr. K. Waitz ; herausgegeben von Dr. A. Winkelmann
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Uebei sicht der pyroelektrischen Krystalle.

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Resorcin 1 ). Am analogen Pol (101), am antilogen (111) und zuweilenauch (lOl). Sehr stark erregbar.

Neutrales weinsaures Kali 2 ). Das durch eine gerade Endfläche be-grenzte Ende der Symmetrieaxe wird analog elektrisch, das dachförmig zu-geschärfte Ende antilog.

Hemimorphie Tetartoedrie des tetragonalen Systems. A z 4 .

Weinsaures Antim onoxyd-Baryum 3 ). Der analoge Pol ist durch dieFlächengruppe (111), der antiloge durch (111) und (201) begrenzt.

Succinjodimid 8 ). Am analogen Pol (221), am antilogen (111).

Hemimorphie des rhomboedrischen Systems. A*E x .

Turmalin 4 ). Die häufigsten Formen sind das hexagonale Prisma (1120),das trigonale Prisma (1010), das Grundrhomboiader (1011) bezw. (1011), dasspitzere Rhomboeder (0221) und das Scalenoeder (2131) am antilogen, dasstumpfere Rhomboeder (0112) und die Basis (0001) am analogen Pol. Die Polelassen sich in den meisten Fällen daran unterscheiden, dass die Flächen desGrundrhomboeders am analogen Pol auf die Flächen, am antilogen auf dieKanten des trigonalen Prismas aufgesetzt sind. Ueber Unterschiede impyroelektrischen Verhalten der Turmaline verschiedener Fundorte vergl. pag. 532 .

Wasserfreies Natrium-Lithiumsulfat 5 ), NaLiS0 4 . Die Krystalle sindbegrenzt von zwei trigonalen Prismen von verschiedener Flächenbeschaffenheit,dem Rhomboeder (1011) und Skalenoeder (2243); an dem Ende der Hauptaxe,wo die Rhomboederflächen auf die glatten Prismenflächen gerade aufgesetztsind, liegt der antiloge Pol. Die meisten Krystalle sind Zwillinge, die mit denanalogen Polen verwachsen sind, und zeigen daher bei der Abkühlung an beidenEnden positive, in einer mittleren Zone negative Elektricität.

Bromsaures Kali 8 ). Am analogen Ende sind die Flächen (0112) grösserausgebildet.

Hemimorphe Tetartoedrie des hexagonalen Systems. A z 6 .

Rechtsweinsaures Antimonoxyd-Strontium und -Blei 6 ). Die prisma-tischen Krystalle sind am analog elektrischen Ende von (2021), am antilogenvon ( 1011 ) begrenzt.

Kalium-Lithium-Sulfat, KLiS0 4 7 ). Bei einfachen Krystallen liegt derantiloge Pol an dem durch das Auftreten von Pyramidenflächen spitzeren Finde.Die meisten Krystalle sind jedoch Zwillinge, wobei die beiden Individuen mitden analogen Polen verwachsen sind, so dass die Krystalle sich pyroelektrischebenso verhalten wie diejenigen des NaLiS0 4 . Gleiches gilt von den mitKLiS0 4 isomorphen Verbindungen KLiSe0 4 , K 2 S0 4 -+- Li 2 Cr0 4 , 18KLiS0 44 - 1 KLiM o0 4 und Mischkrystallen von KLiS0 4 und KLiCr0 4 ; bei der zweitenvon ihnen sind die beiden Zwillingsindividuen aber mit den antilogen Polen

') Hankel und Lindenberg, Abh. k. sächs. Ges. d. Wiss. 18, pag. 392. 1893.

2 ) Hankel, Pogg. Ann. 53, pag. 620. 1841.

3 ) H. Traube, Nadir. Ges. d. Wiss. Göttingen. 1892, pag. 365.

4 ) Köhler, Pogg. Ann. 17, pag. 148. 1829. G. Rose, Abh. Akad. d. Wiss. Berlin 1836,pag. 215; Pogg. Ann. 39, pag. 285. 1836. Riess und Rose, Abh. Akad. d. Wiss., Berlin1843, pag. 59; Pogg. Ann. 59, pag. 357. 1843. H. Schedtler, N. Jahrb. f. Miner. Beil.Bd. 4, pag. 519. 1886.

5 ) H. Traube, N. Jahrb. f. Miner. 1892, II, pag. 62.

6 ) H. Traube, Nachr. Ges. d. Wiss. Göttingen 1892, pag. 363.

7 j H. Traube, N. Jahrb. f. Miner. 1892, II, pag. 58 und 1894, I, pag. 171.

8 ) H. Traube, Zeitschr. f. Kryst. 23, pag. 577, 579. 1894.

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