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III/1 (1895) [Elektricität und Magnetismus (II)] / unter Mitwirkung von Prof. Dr. F. Auerbach, Dr. E. Brodhun, Prof. Dr. F. Braun, Dr. S. Czapski, Dr. P. Drude, Prof. Dr. K. Exner, Prof. Dr. W. Feussner, Dr. L. Grätz, Prof. Dr. H. Kayser, Prof. Dr. F. Melde, Prof. Dr. A. Oberbeck, Prof. Dr. J. Pernet, Dr. F. Pockels, Dr. K. Pulfrich, Prof. Dr. Fr. Stenger, Dr. R. Straubel, Dr. K. Waitz ; herausgegeben von Dr. A. Winkelmann
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Pyro- und Piezoelektricität.

verwachsen und durchdringen sich oft gegenseitig, was ebenfalls durch die Be-stäubung hervortritt 1 ).

Bromshikimilacton, C 7 H 9 Br0 5 Am antilogen Pol (1011), am analogen(2011) (H. Traube).

Tetartoedrie des rhomboedrischen Systems. A z * 3 .

Ueberjodsaures Natrium). Das Ende der Symmetrieaxe, an welchemdie Basis grösser ausgebildet ist, ist der antiloge Pol.

Quantitative Beobachtungen von Gauguin und Riecke.

Um die quantitativen Beziehungen zwischen der Temperaturänderung und derentwickelten Elektricitätsmenge am Turmalin zu studiren, verband Gauguin 3 )den einen Pol des in einem Luftbad sich erwärmenden oder abkühlenden Krystalls,während dessen anderer Pol zur Erde abgeleitet war, mit einem zur Selbstentladungeingerichteten Goldblattelektroskop und beobachtete die Anzahl der Entladungen;bei hinreichend kleiner Capacität des Elektroskops giebt diese ein relatives Maassfür die entwickelte Elektricitätsmenge. Er gelangte so zu folgenden Resultaten:

1) Die durch eine Erwärmung und die durch eine gleichgrosse Abkühlungentwickelten Elektricitätsmengen sind entgegengesetzt gleich.

2) Die gesammte bei einer bestimmten Temperaturänderung entwickelteElektricitätsmenge ist nur abhängig von deren Umfange, nicht von der Zeit, inwelcher sie stattfindet.

3) Die von verschiedenen Turmalinkrystallen gelieferten Elektricitätsmengensind unabhängig von deren Länge, aber proportional deren Querschnitten.Dementsprechend erhält man keine Vermehrung der Elektricitätsmengen, wennman mehrere Turmaline mit ihren ungleichnamigen Polen zu einer Kette ver-bindet, wohl aber, wenn man sie mit den gleichnamigen Polen verbindet.

Bei den Beobachtungen von Gauguin wurde die Elektricitätszerstreuungwährend der Erkaltung nicht berücksichtigt, da dieselbe durch die Versuchs-anordnung möglichst vermieden war. Eine eingehende Untersuchung, durchwelche das Gesetz des Ansteigens und Wiederabnehmens der Ladung frei er-kaltender Turmalinkrystalle unter der Wirkung der Zerstreuung, sowie die Be-ziehung der erreichten Maximalladung zur Anfangstemperatur ermittelt werdensollte, unternahm Riecke 4 ) 1885. Die Versuchsanordnung war hier die, dassder Krystall, nachdem er in einem Luftbad von constanter hoher Temperaturwährend einer gemessenen Zeit erwärmt worden war, an Coconfäden über demKnopfe eines Goldblattelektroskops aufgehängt, und die Divergenz der Gold-blätter während der Abkühlung des Krystalls gemessen wurde. Zunächst wurdedurch Veränderung der Erwärmungsdauer festgestellt, dass bei gleicher Er-wärmungstemperatur die grösste Elektricitätsentwickelung erreicht wird, wennder Krystall in seinem ganzen Innern die gleiche Temperatur hatte annehmenkönnen, und dass die im Falle ungleichmässiger Erwärmung entwickelte Elek-tricitätsmenge ungefähr der Mitteltemperatur des Krystalls entspricht. Das imVerlauf der Abkühlung erreichte Maximum der Ladung zeigte im Allgemeinenein gleichmässiges Anwachsen mit der Erhitzungstemperatur.

*) H. Traube, N. Jahrb. f. Miner. 1894, 1 , pag. 180.

3 ) Hankel und Lindenberg, Abh. k. sächs. Ges. d. Wiss. Bd. 21. 1894.

3 ) Gauguin, Compt. rend. T. 42, pag. 1264. 1856; T. 43, pag. 916, 1122. 1856; T. 44,pag. 628. 1837- Ann. de chim. et de phys. (3) 57, pag. 5, 1859 und (4), 6, pag. 41 (Art.382388), 1865.

4 ) Riecke, Nachr. Ges. d. Wiss. Göttingen 1885, pag. 405440.