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Neuntes CapiteT.
froren sind, diese etwas abgelassen werden müssen, damitzwischen dein Eise und dem Wasser etwas Luft bleibt unddie Thierc nicht ersticken. —
Bei den Fröschen liegen nach GLcditsch ') die Lungenwährend des Winterschlafes zusammcngefallen und man siehtoft kein Zeichen vom Athcmholcu. Auch Daudin * *) giebl an,dass die Respiration hei den Fröschen lauge Zeit durch dieKälte suspendirt sein kann.
Bei Bufo variahilis werden die Respirationshcwegungenleicht und schnell hervorgerufen, wenn man die Thicre ausder Erde nimmt. Die Luft wird hei den Inspirationen gleich-sam verschluckt, wie man an den Bew egungen der Kehle leichterkennen kann. Ich beobachtete sie am 17. Novbr. bei eineinThiere, welches ich aus der Erde nahm, dessen Temperaturauf dein Rücken anfangs +5° betrug, die allmälig, als ich dasThier zwischen die Finger nahm, bis auf +10° stieg, wobeidie Inspirationen auch beschleunigt wurden, am 18. Novbr. heieinem anderen Thierc, dessen Temperatur +4'/ 2 °R. betrug,am 8. Decbr. hei 2 Thieren mit +7° Lehenswärme, an einemandern am 27. und 29. Decbr. hei +7° und hei einem Thi rream 30. Decbr, Auch habe ich sie später öfters hei Thierenwahrgenommen, an denen ich experimentirtc, ohne es speeicllzu notiren. Bei einer sehr grossen Zahl von Thieren, die ichaus dein Winterlager nahm und die sonst Bewegungen zeig-ten, fanden aber keine Inspirationen statt''*). Die Respirations-Organe befinden sich auch in verschiedenem Zustande, baldin dem der Inspiration, bald in dem der Exspiration. Ichschliesse dies thcils aus dem, was ich bei einzelnen geöffnetenThieren fand, thcils aus dein Verhalten der Thierc im Wasser.
J ) a. a. 0. S. 204.
*) a. a. 0. S. 10.
liei zwei am 30 Tieclir, enlhirnten Tliiercn traten am 2, Januar auchdeutlich noch Respirationsbewegungcn ein.