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Der Winterschlaf nach seinen Erscheinungen im Thierreich / dargestellt von Dr. H.C.L. Barkow
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Respiration der Wintersclilitfer,

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Bei den Tliieren, welchen ich am 18. Novbr. den Kopfahschnill, waren die Lungensäcke weit ausgedehnt, das llerzmit liellrothcni Blute angc lullt; ebenso waren sie weit ausge-dehnt hei einem am 26. Decbr. geöffneten Thicre. So verhieltcs sieh wahrscheinlich hei 4 Tliieren, die ich am 2S. aus derErde nahm und die im Wasser nicht zu Boden sanken.

Bei dem lteu Tliiere, welches ich am 30. Dcchr. aus derErde nahm und öfTnele, waren die Lungensiieke auch weit aus-gedehnt; so hei 2 Tliieren, die ich am 3. Januar aus der Er-de nahm und öffnete, hei deren einem das ganze Herz mithellrothcm Blute gelullt war. Bei dem seit dem 28. Januarunter Schnee begrabenen und am 1. Fehr. geöffneten, warendie Lungensäcke ebenfalls weit ausgedehnt und das Herz mithellrothcm Blute gefüllt.

Bei einem der Thicre, welches ich atn t. April 1844 öff-nete, waren die Luiigensäche weit ausgedehnt, hei einem 2lcnhalb ausgedehnt. Zusammen gefallen waren die Lungen heidem am 15. Novbr. mit ansgestreckten Extremitäten todt ge-fundenen Thicre., hei einem Thicre, das ich am 26. Dcchr. le-bend aus der Erde nahm und öffnete und hei einem am 1.April geöffneten.

Dass hei der Mehrzahl die Lungen keine oder nur wenigLuft enthielten, geht daraus hervor, dass sic im Wasser zuBollen sanken. Ein cnthirnles Thier wurde allein durch eineLuftblase, die sieh an der Maulspitzc befand, schwebend ander Oberfläche des Wassers erhallen, und sank nach Entfer-nung der Luftblase sogleich zu Boden. Sämintliche 13 Thicredie ich am 22. Dcchr. aus der Erde nahm und in Wasser leg-te, sanken zu Boden. Von 6 Tliieren die ich am 23. Dcchr.in Wasser brachte, sanken 4 zu Boden. Eines der Thicre,welche ich am 1. April 1844 in Wasser brachte, blich schwe-bend an der Oberfläche desselben; es stiess allmälig Luftbla-sen durch die Jlundüfliiuug aus, und sank alsdann zu Bodiyi.

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