220
Neuntes Capitel.
Zustande fast bis zu 1500 in der Stunde steigen. Am 5. Fcbr.setzte er das grösste Thier nnter eine Glocbe und beobachtete15tnal sehr bestimmt Respirations-Bewegungen und zwar inZwischenräumen von 3, 4 bis 5 Minuten. Als er das kleinsteThier vors Fenster stellte, wurden die Respirations-Bewegun-gen im Verlaufe einer Stunde so lebhaft, dass das Thier mehrim Schlafe als in Lethargie zu sein schien.
Nach Prunelle ’) linden bei Marmotten während des tiefenWinterschlafes keine Athmnngsbewegungcn statt. Sie sindbei Thiercn, die eine Lehens wärme von weniger als -flO’R.zeigen, nicht sichtbar, erst bei + 12°R. werden sie bemerk-bar und bei -f 16 , / 2 °R. regelmässig. In niederer Temperaturzählt man zuweilen 3 bis 5 Atlicmzüge und dann treten Pau-sen von einer Minute ein.
Bei Zieseln, die ich iin Winter 183 6 / 7 in Lethargie be-obachtete, fanden, wenn ich die Thierc von ihrem Lager nahm,schwache Respirations-Bewegungen statt, die sich durch lie-ben und Senken der Seiten zu erkennen gaben. Liess ich je-doch die Thiere ruhig liegen, so konnte ieh keine Respira-tions-ßew'cgungen wahrnchmen. Bei dem allein am 19. Fcbr.1845 in tiefem Wintcrschlafc bei +2'/ 2 ° Lebenswärme sichbefindendem Ziesel konnte ieh keine Spur von Respirations-Bewegungen wahrnchmen.
Mit diesen Beobachtungen stimmen im Wesentlichstenauch die Angaben von Saissy 2 ) überein, nach denen zu An-fang des Winterschlafes und gegen die Zeit des Erwachens,das Atlnnen am langsamsten geschieht, die Marmotte holt als-dann 7 bis 8mal in der Minute, der Igel kaum 4 bis 5mal,die grosse Haselmaus 9 bis lOmal Athem und bei den Fleder-mäusen (V. ferrum ctjuinum) sind die Athmungsbewegungcn
>) S. Gilbert a. a. 0. Bd. 40. St. 4,
J ) a. a. 0, S. 320,
' »