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Neuntes Gapitel,
den brachte er sie allmälig in eine wärmere Temperatur, inder sie unzweifelhafte Lebenszeichen gaben. Torpide Fleder-mäuse blieben ohne Nachtheil 7 Minuten in dem vollkommenentleerten Reeipicntcn der Luftpumpe, in dem wachende Fle-dermäuse nach Verlauf von 3 Minuten starben ‘).
Czcrmack * 2 ) brachte Schläfer (Myoxus glis) in kohlensau-rcs Gas, Stichgas und Wassers toffgas nnd erhielt ähnlicheResultate. Ein Thier ertrug- unter dem Reeipicntcn der Luft-pumpe eine zehnmalige Luftverdiinnung. Primeüc's Fleder-maus, die unter der Luftpumpe nach 5 Kolbcnzilgen die Flü-gel ausbrcitetc und starb, obgleich sofort Luft hinzugelassenwurde, war offenbar, trotz der Meinung Prunellc’s, dass siesich im Schlafe befunden, erwacht.
Saissv 3 ) hat Versuche mit den Murmellhicren, den Igeln,einer grossen Haselmaus und mit Fledermäusen angestcllt, dieer, ohne dass es ihnen sekadetc, 10 Minuten unter Wasserbrachte. M. Hall 4 ) b rächte eine lethargische Fledermaus heieiner atmosphärischen Temperatur von -f-l 3 / t a R. unter Wasservon -f4°R. Sie bewegte sieh wenig, stiess aus den LungenLuftblasen aus. Nachdem sie 16 Minuten unter Wasser gewe-sen, wurde sie heraus genommen nnd halte durch das Expe-riment nicht gelitten. Ein Igel , der seit mehreren Tagenin einer Lufttemperatur von -J-3 3 / 1 °R. sieh im Winterschlafebefand, wurde in Wasser von 4-4',4°R. gethan. Er (bewegtesich und trieb Luftblasen aus den Lungen, ,blich aber unver-sehrt, obgleich er 22 Minuten unter Wasser gewesen war.
Am 31. Januar 1836 stellte ich einen Ersäiifungsversuehmit einem sehr alten Igel an, der sieh im tiefen Wintersehlafebefand. Das Wasser, in welches ich ihn brachte, enthielt zwar
J ) S. Ileeve a, a, 0. S. 21,
2 ) a. a 0. S. 284
s ) Heils Archiv. S. 321»
*) a, a 0, S. 345.