Respiration der Winterscliläfer.
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kein Eis, war aber so kalt, dass mir die Hände darin erstarr-ten. Nachdem das Thier 2 Minuten unter Wasser gelegen,versuchte es den Kopf zu liehen, sticss einige Luftblasen aus,entwickelte die vorderen Extremitäten, streckte auch die linkehintere Extremität etwas vor und machte mit den crstcrcn,deren Krallen etwas angespannt waren, rudernde Bewegungen,die noch ziemlich lebhaft fortdauerten, nachdem das Thier 20Minuten unter Wasser gelegen hatte. Nachdem es aber 30Minuten unter Wasser gewesen war, hörten alle Bewegungenauf; doch waren die Stacheln nicht ganz erschlafft, nachdemich das Thier noch 5 Minuten später aus dem Wasser zog.Ich legte cs auf den Rücken, etwas nach der linken Seite, sodass die beiden vorderen und die ausgestreckte linke hintereExtremität nach oben gerichtet waren. Das Thier blieb ru-hig, athcmlos und mit geschlossenen Augen liegen. Als icheine vordere Extremität anfasste, erfolgten schwache Bewegun-gen, und als ich die Haare des Halses zupfte, trat eine leb-hafte Contraction des Hautmuskels ein, wodurch das Thier zu-sammengckugclt wurde. Nach Verlauf von ’/i Stunde hattesich das Thier auf die linke Seite geneigt, die vorderen Ex-tremitäten hingen schlaffer, die Augen waren fortwährend ge-schlossen. Es waren unregelmässige Respirations-Bewegungeneingetreren, ohne dass das Thier gereizt worden, etwas Schaumwurde heim Athincn aus den Nasenlöchern entleert, die Mund-öflhung w r ar fortwährend geschlossen. Als ich die vordereExtremität drückte, zog sich das Thier lebhaft, doch nichtganz zusammen. Nachdem das Thier 3 /t Stunden ausser Was-ser gewesen, lag es fast in halber Zusanuncnkugclung, dieRespiration war ununterbro.’ien, regelmässig, nicht schnar-chend. Bei leiser Berührung der Bauchhaarc erfolgte keineBewegung, bei etwas stärkerer aber vollständige Zusainmen-kugelung mit etwas pfeif:nder Respiration. Bald aber tratwieder halbe Zusammenkugelung ein, und etwas Schaum zeigte