Vorwort.
freundlich auch die früheren Auflagen dieses Werkchensvon der Kritik und vom Publikum aufgenommen wordenfind, so hatte man doch hier und da behauptet, es wäremit lieb gewordenen Illusionen zu strenge ins Gericht ge-gangen, mit anderen Worten, ich wäre nach der bekanntenenglischen Redensart verfahren „wie der Bull im Porzellan-laden". Das Buch hatte aber nicht nur hübsche undrührende Anekdoten und Aussprüche als unhistorisch auf-gezählt, sondern auch viele greuliche Schandthaten. Außer-dem hatte ich in der ersten Auflage wohl von keiner einzigenAnekdote die historische Wahrheit auf meine eigene Rechnungbestritten, sondern nur eine Sammlung von Zweifeln Andererzusammengestellt, fast ohne Ausnahme m i t Quellenangabe.Danach wäre ich gewiß nicht der Bull im Porzellanladen,sondern höchstens ein Händler, der ausschließlich zerbrochenesPorzellan feil hält« vergoldete Vasen ohne Henkel und mensch-liche Figuren ohne Köpfe. Aber selbst dieser Vorwurf wärenoch zu hart. Es scheint mir auch mehr, ich hätte nurdie Blumen aus dem Korn gezogen, wo sie nicht hin ge-hören und meinen Laden damit geschmückt, und Herrenund Damen sind gekommen und haben gekauft, viele viel-leicht weniger weil die Blumen keine Wurzelnmehr hatten, als weil die Blüten so färben-