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Die Italiener, die Spanier, die Schweden !c.
sie eine höchst krankhafte Phantasie besaß, sowie eine geradezuwiderliche Doppelzüngigkeit. Die arme Mrs. Leigh ist ammeisten bei dem Klatsch zu bedauern; denn nach ihren 1885veröffentlichten Briefen zu urteilen, muß sie eine richtige,kleingeistige, bigotte Engländerin, — wie sie im Buch steht—, gewesen sein, „der die Respektabilitätsdogmen der englischenGesellschaft weit wichtiger waren und näher standen als derGenius ihres Bruders".
Die Italiener; die Spanier; die Schweden;die Russen; verschiedenes.
Bei den noch übrigen Nationen können wir nicht so vieleIrrtümer ihrer Geschichte vorführen, als bei den schon be-sprochenen. Zwar fehlt es bei ihnen durchaus nicht an inter-essanten Treppenwitzen der Geschichte, aber sie sind natürlichdem deutschen Publikum nicht so bekannt, während wir geradedie täglich in der Unterhaltung und in den Zeitungen an-gezogenen näher zu beleuchten, oder vielmehr die gescheheneBeleuchtung anzuführen, uns zur Aufgabe gesetzt hatten. Dennüber manchen Treppenwitz der Weltgeschichte sind nicht nurAufsätze, sondern ganze Bücher, ja ganze Bibliotheken geschrieben;irgendwie muß es also doch wichtig sein, daß die Menschheitsich darüber klar werde.
Unrichtig ist es zunächst, daß Johann von Procida derleitende Kopf bei den sizilianischen Vesper gewesen sei; ver-gleiche hierüber: «rorUmo o
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Z Paris 1843; 8.
Über die Sage, welche der Ballade vom Taucher zuGrunde liegt, erschien 1885 zu Neapel ein Werkchen ^eir Meeoöö von Benedeite Croce, wovon
ein Auszug in der „Vossischen Zeitung", Sonntagsbeilage