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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Einleitung.

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Prosper Msrimüe: „./e -r'Mvra cko C/rrs^r>s </?.«« ?es crwsc-ckotss". (Vorwort zu c/u. LsAira cke O/rcr^ss H.) *)

Die Geschichte ist unpoetisch. Man nehme die be-kanntesten historischen Dramen Schillers und sehe, wie ersich den vorhandenen Stoff hat zustutzen müssen und wie geradeimmer die Pointe von ihm am meisten umgestaltet, wo nichtganz erfunden ist. Der historische Fiesko ist zufällig er-trunken, nicht durch eine absichtliche Handlung seiner Feinde.Der wirkliche Don Carlos war weder, wie ihn uns Schiller,dem St. Real folgend, vorführt, ein Ausbund von Liebens-würdigkeit, ein sentimentaler Held der Rede, noch wie Llorentein seiner Geschichte der Inquisition ihn beschreibt, ein wider-wärtiges Ungeheuer (okr. Ranke, historisch-biographische Studien,Leipzig 1877; Büdinger, Don Carlos'Haft und Tod insbe-sondere nach den Auffassungen seiner Familie, Wien undLeipzig 1891). Doch ist Schiller im Ganzen bei seiner Cha-rakteristik des Titelhelden von der Geschichte nicht so weit ab-gewichen, als man gewöhnlich glaubt. Der Marquis von Posa,ermordet 3. Sept. 1569, war jedoch nicht ein Freund undAltersgenosse des Prinzen; ein Sohn eines Marquis von Posa,Bruder Dominic de Rojas, Dominikanermönch, wurde sogaram 8. Oktober 1559 in Valladolid in Gegenwart des Prinzenin einem der teuflischen Autos verbrannt, in welchen die„Religion der Liebe", atavistisch in den semitischen Moloch-dienst zurückschlagend, damals schwelgte. Von der romantischenVerklärung und dem verführerischen Schimmer, mit denenSchiller die Prinzessin Eboli umkleidet hat, bleibt für diegeschichtliche Betrachtung nichts übrig. Selbst den NamenEboli erhielt die wirkliche Prinzessin erst nach ihrer Verheiratung;sie entstammte vielmehr dem Hause Mendoza. — Wallen-ffein ist noch eines der treuesten Stücke, und doch, wie hat

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