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Die Deutschen.
Jütland bis an den Limfjord gelangt, in dessen Wogen erseinen Speer weit hinaus schleuderte um nach alter Sittedamit das Meer als seines Reiches Grenze zu bezeichnen.Der betreffende Teil des Meeres heißt noch der Ottensundund eine Uferstelle der Halbinsel Thyt gegenüber der Otten-sand. Nach Giesebrecht, Geschichte der Deutschen Kaiserzeit,4. Auflage, 1872, Teil I, S. 299 u. 816, meldet jedochnur sagenhafte Kunde aus einer späteren Zeit vondiesem Kriegszuge. Der speerschleudernde Kaiser wird abernoch immer gern, besonders von Malern, verherrlicht. Eineähnliche Geschichte erzählt Diodor XVII. 17 von Alexanderdem Großen. Beim Übersetzen über den Hellespont wirftder König vom Schiffe aus seinen Speer, daß er in der Erdestecken bleibt — und Varro, äo linZrm latina von Romulus,der seinen Speer vom Aventin über die Teiche nach demPalatin wirft; vielleicht haben diese Erzählungen der erst-erwähnten als Vorbild gedient.
Im Jahre 1000 soll Kaiser Otto III. das Grab Karlsdes Großen haben öffnen lassen; die Scene ist abgebildet imGermanischen Museum in Nürnberg durch Kaulbauch, inAachen durch Rethel, Kaiser Karl auf einem Throne sitzend.(Grimm, deutsche Sagen, 2. Aufl. II., S. 156.) Nach späterenNachrichteu soll der goldene Thron des Kaisers damals aus derGruft genommen und dem Herzog Boleslaw geschenkt worden sein.
In einem Aufsätze von Theodor Lindner (Preußische Jahr-bücher; Band 31, Berlin 1873; S. 431—440 und in der Zeit-schrift des Aachener Geschichtsvereins, Band 14, Aachen 1892)wird darauf hingewiesen, daß zunächst innere Gründe gegendie Erzählung sprechen, z. B. die Unwahrscheinlichkeit, daßeine Leiche sich jahrhundertelang in sitzender Stellung er-halte; ferner, daß die religiösen Ansichten des Mittelaltershätten dagegen sein müssen. Die Notizen über die Nach-grabungen hat, wie Lindner angiebt, Fr. Haagen zusammen-gestellt im Programm der Realschule zu Aachen 1866: „Karls