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Die Deutschen.
gefunden, das sich, von ihm mitgenommen, an seinem Harnischfestgeklammert hatte und nun gleich seinem Schutzgeiste durchdie Schlacht getragen wurde, ist nur eine Erfindung. — Inderselben Schlacht mußte der damals 43jährige Prinz Friedrichvon Homburg (mit dem silbernen Bein, 24. Januar1708) nachdem der rechte Flügel der Schweden vernichtetund damit die Schlacht gewonnen und der Feind bereits aufdem Rückzüge war, auf Befehl des Kurfürsten mit seinenvon den Märschen und dem vorangegangenen Kampfeermatteten Reitern einen neuen Angriff auf den völligunberührten linken schwedischen Flügel machen, wurde vonder schwedischen Reiterei aber schmählich geworfen; diese un-wesentliche Niederlage führt ein Zerwürfnis zwischen demKurfürsten und dem Prinzen herbei, infolgedessen der letzterewenige Tage nach der Schlacht das brandenburgische Heerverließ. Später entstand eine Sage, es habe nach der Schlachtein Kriegsgericht über den Prinzen gehalten werden sollen,weil er eigenmächtiger Weise den Angriff unternommen; aberder Kurfürst, obwohl er zugegeben, daß der Prinz nach derStrenge der Kriegsgesetze das Leben verwirkt, habe den An-trag abgelehnt. Auch diese Geschichte findet sich in denMemoiren des Baron Pöllnitz, sowie in denen Friedrichs desGroßen am oben angeführten Ort. Heinrich von Kleist inseinem Drama „Der Prinz von Homburg" endlich hat denPrinzen wie Goethe den Grafen Egmont ganz verjüngt, zueinem phantastisch-träumerischen Liebhaber gemacht, nimmtden Konflikt mit dem Kurfürsten an und läßt den Prinzensogar wirklich zum Tode verurteilt und erst im letzten Aktbegnadigt werden (!). Der große Kurfürst hat den Prinzenebensowenig begnadigt, als er bei Unterzeichnung von St Germain-en-Laye (29. Juni 1679) den Vers des Vergil, Aeneide 4, 625citiert hat: „Uxoriaro aliguis nostris sx ossibus nltor".Wer hat dies übrigens zuerst behauptet? Die Vorliebe, mitder die Sage später grade diese Schlacht bei Fehrbellin aus-